Aufhängen, freirubbeln & erleben: Frankfurt entdecken mit „I LOVE TO DO“

Wer mich kennt, der weiß:

Ich bin ein unternehmungsfreudiger Kerl mit einer ausgeprägten Leidenschaft für meine Heimatstadt und To-do-Listen. „Alright“, werdet ihr euch nun vermutlich denken. „das freut uns ja sehr für dich. Aber weshalb gleich einen Artikel darüber schreiben?“

Hier kommt eine alte Bekannte aus meiner Schulzeit ins Spiel. Diese ist zwischenzeitlich nicht nur groß geworden, sondern auch auf die pfiffige Idee für einen ganz besonderes Poster gekommen. Ihr wisst schon, diese Dinger, die ihr früher aus der BRAVO gerissen und über euer Bett gehangen habt! Dieses hier kombiniert jedoch praktischer Weise meine beiden Leidenschaften mit meiner Unternehmungslust und ist obendrein ein echter Hingucker.

Könnt auch ihr über euch selbst sagen: „I love to do!“?
Na denn Obacht!

Ein Poster, zehn Mal Lebensfreude: Ein Muss für Urgesteine und Eingeplackte

Ihr kennt das: Da ist man neu in einer Stadt, findet mit Ach und Krach den Weg zur Arbeit – und bestenfalls auch wieder zurück. Ansonsten aber gleicht die neue Heimat einem Labyrinth aus U-Bahnhöfen, Häuserzeilen und Einkaufspassagen.

Auch für längst „eingeplackte“ Frankfurter gleicht die eigene Stadt oft einem Flickenteppich – bestehend aus Wohnung, Arbeitsplatz, Zeil und der Lieblings-Kneipe mit dem günstigen Export. Und ansonsten gibt’s die Couch. Das ist zwar sehr bequem, aber in etwa so spannend wie die Wiederholung einer Folge der „Schwarzwaldklinik“.

Wie also aus diesem Trott ausbrechen und die schönsten Flecken der Stadt abseits der Alltags-Stationen entdecken?

Ein Poster schafft Abhilfe!

Mit einem Poster von I LOVE TO DO ist genau das endlich kein Problem mehr. Denn nicht nur, dass das klassisch-zeitlose Motiv unserer Skyline echter Eye-Catcher für eure übertrieben teure Bude ist, auch liefert es euch gleich zehn Ideen für neue Entdeckungen in allen Lebenslagen. Ob Hunger, Durst oder die Lust auf Grün: Die Macher haben für euch zehn „Must-do’s“ auf das Poster gepackt, welche auch eingefleischte Frankfurt-Fans wie ich bedingungslos unterschreiben. Ich will ja nicht spoilern, aber: Oh ja, das Poster weiß ganz genau, wo ihr Frankfurt erst so richtig lieben lernen könnt!

Bevor es rausgeht, noch mal schnell checken: Wo soll es heute hingehen?

Der Clou an der Sache:

Abhak-Junkies wie ich können nach jedem Erlebnis ein zugehöriges Herz freirubbeln. So habt ihr perfekt im Überblick, was ihr schon unternommen habt – und welche Überraschungen eure Lieblingsstadt noch für euch bereithält.

Außerdem sorgt das A2-Poster für neidische Blicke bei euren Besuchern und für viele Möglichkeiten, diese zu bespaßen.

Mainrausch-Fans sparen Geld

Worauf also noch warten? Sicherlich habt ihr noch eine weiße Wand, einen Kleiderschrank oder eine Küchentür, die so sehr nach neuer Deko lechzt wie ihr nach frischen Ideen für Unternehmungen.

Freitagsmarkt auf dem Friedberger Markt? Check!

Das Beste zum Schluss:

Wenn ihr euch jetzt dazu entschieden habt, eure neue Heimat kennen zu lernen oder eure längst in euer Herz geschlossene Lieblingsstadt neu zu entdecken, dann könnt ihr bares Geld sparen! Oder aber ihr seid auf der Suche nach einem tollen Geschenk? Et voila, hier habt ihr eines!

Ein Klick auf diesen Link, und das Poster macht sich für einen um zehn Prozent reduzierten Preis auf seinen Weg zu euch.

Ich wünsche euch schon jetzt ganz viel Freude beim Staunen, Entdecken, Bewundern und Genießen!














Kotzwetter auf der Koblenzer

 

Getanzt wurde trotzdem auf dem Straßenfest der “SiKS”

Bunte Ausgelassenheit im Frankfurter Gallusviertel. Daran ändert auch der Regen nix.

Die Koblenzer Straße ist ja für mich mitunter der sympathischste Straßenzug dieser Stadt. Dies ist vor allem der “Stadtteilinitiative Koblenzer Straße” (kurz SiKS) geschuldet, welche den nachbarschaftlichen Zusammenhalt im Gallusviertel fördern möchte.

Alljährlich wird von ihr das “Koblenzer Straßenfest” veranstaltet. Dieses darf vollkommen zurecht als das bunteste und verrückteste aller Frankfurter Straßenfeste bezeichnet werden. Bereits letztes Jahr war ich begeistert von all dem Herzblut und dem grundsoliden Maß an Verrücktheit, das von den Organisatoren und Helfern für das Fest an den Tag gelegt wird.

Insofern hielt mich am heutigen Samstag, den 20. August, auch das “allerfeinste Frankfurter Sommerwetter” (ergo: Wind, kalt, Regen) nicht von einem Besuch ab, um der “SiKS” ein wenig Support zu zeigen. Immerhin bereits zum zwölften Mal lud diese zum bunten Treiben auf dem Pflaster des Gallusviertels ein.

Schade aber, dass sich viele potentielle Besucher offenbar von der schlechten Witterung von einem Besuch haben abhalten lassen.


Ziemlich ausgeflippt

Während bei anderen Straßenfesten meist die immergleichen Fress- und Suffbuden dominieren, so regiert beim Sommerfest der SiKS ein buntes Chaos und es herrscht bereits am späten Nachmittag Ausgelassenheit. Tanzen kann man schließlich auch im Regen!

Neben dem obligatorischen Hofflohmarkt und den Leckereien der kulturell breit aufgestellten Anwohner gab es für mich unter anderem Folgendes zu entdecken:

 

Buntes Federvieh sorgt aus dem Kofferraum eines VW-Bullys heraus für elektronische und tanzbare Beschallung der Gäste.

Im “SiKS”-eigenen Begegnungszentrum “KNOBBE” gab’s Kunst aus dem Gallusviertel zu bestaunen. Allein die Location ist ein Augenschmaus!

Mein absolutes Highlight:

Das “ORAKEL VOM GALLUS”.
Auf einer Schreibmaschine können vom wissbegierigen Fragesteller auf einer altgedienten Schreibmaschine Fragen notiert werden, welche anschließend durch eine Luke von einer Hand im schwarzen Handschuh in Empfang genommen werden. Die Antwort kommt wenig später — in Schreibmaschinen-Lettern, versteht sich. Wie nur kommt man auf eine solche Idee?!


Fast ein wenig schade,

dass das Koblenzer Straßenfest lediglich einmal im Jahr stattfindet. Würden alle Nachbarschaften einen solchen Zusammenhalt pflegen und ein solches Projekt wie die “SiKS” auf die Beine stellen: Diese Welt wäre eine bessere. Oder zumindest diese Stadt.

Aber:

Donnerstags veranstaltet die Initiative einen “Barabend” im “KNOBBE”.
Besucher sind Willkommen: Also schaut doch mal vorbei!

By MatzeFFM on August 21, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Und irgendwie dann doch vermisst…

Und irgendwie dann doch vermisst…S-Bahnen rollen wieder durch die Stammstrecke


Und irgendwie dann doch vermisst…

S-Bahnen rollen wieder durch die Stammstrecke

sbahn

Die meisten Dinge im Leben lernt man ja erst zu schätzen, sobald man sie verloren hat. Nun haben die Frankfurter ihre S-Bahn zwar nur zwischenzeitlich verloren:

Zwecks Sanierung des 1978 eröffneten Stammstreckentunnels der S-Bahn zwischen Hauptbahnhof und Lokalbahnhof bzw. Mühlberg war für den Zeitraum der hessischen Sommerferien der innerstädtische S-Bahn-Betrieb sechs stolze Wochen lang eingestellt.

Schlau von der Bahn: Weil eh schon mal Ruhe war im Tunnel, nutze man die Zeit gleich dazu, Vorbereitungsarbeiten für den Anschluß eines elektronischen Stellwerkes zu tätigen, welches 2018 in Betrieb genommen werden soll.

Diese sind nun pünktlich (an der Deutschen Bahn könnte sich die VGF einmal ein Beispiel nehmen!) abgeschlossen; seit 25.August rumpeln die S-Bahnen wieder unter der Innenstadt hindurch.


S-Bahn-Bashing hat Tradition

Nun ist es ja so, dass sich der durchschnittliche Frankfurter mindestens genauso gern und regelmäßig über „seine“ S-Bahn aufregt wie über das überlaufene Museumsuferfest, wuchernde Mietpreise und den überaus teuren, dafür umso schlechteren Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt:

Meist hoffnungslos überfüllt sei sie, die Stationen verdreckt, innen ist’s wahlweise zu heiß (Sommer) oder zu kalt (Winter), unfähiges Personal – und ohnehin ständig zu spät: Geschimpft und verbal eingedroschen wird wahrlich viel.

Und ich gebe unumwunden zu:

Auch bin war regelmäßig schwer genervt von Zugausfällen, den harten Sitzen (sofern ich mal einen ergattern konnte) und dem endlosen, nervigen Dauer-Gequatsche des Fahrgastinformationsystems der neuen S-Bahn-Triebzüge der Baureihe ET430.

Sechs Wochen ohne S-Bahn: Das klang für mich zunächst durchaus aushaltbar und fast wie Urlaub.

Diese sind nun vorbei, und ich gelobe feierlich: Ich werde mich künftig tunlichst zurückhalten beim Meckern!

Nach anderthalb Monaten des Ausweichen-Müssens auf Straßen- und U-Bahn musste ich nämlich feststellen: Nein, es ist nicht alles schlecht bei dir, liebe S-Bahn. Und ja, ich bin gar unendlich froh darüber und erleichtert, dass du wieder fährst, pardon: verkehrst.


Was also ist passiert?

Angenehmer temperiert

Ich habe festgestellt, dass der Wohlfühl-Faktor in U-Bahnen gänzlich OHNE Klimaanlage dann doch maßgeblich geringfügiger ausfällt als in S-Bahnen mit immerhin schlecht eingestellter Klimaanlage.

Weitere Erkenntnisse:

Ausfälle

Auch Straßenbahnen fallen genauso gerne mal ersatzlos aus wie die S-Bahn. Letztere informiert die ungeduldig Wartenden aber immerhin, statt sie unwissend, ratlos und frierend am Bahnsteig zurückzulassen.

Der Kampf mit dem Fahrrad

Ich hätte fast vergessen, welch Qual es bedeutet, mit dem Drahtesel Straßenbahnen oder U-Bahnen älteren Typs zu besteigen. Die Einzige für das Abstellen von Fahrrädern vorgesehene Fläche ist meist von Kinderwägen oder Herumstehenden besetzt. Aber ohnehin, ein Durchkommen zu dieser Fläche ist ja sowieso aufgrund der zahlreichen Mitreisenden unmöglich. Stattdessen verhakt man sich permanent mit dem Lenker in den Haltestangen und blockiert unfreiwillig die Türen. Mit diesem Verhalten provoziert man dann für gewöhnlich bürgerkriegsähnliche Zustände während der Aus- und Zustiege.

Nun bin ich froh, wieder jede Menge Platz für mich und mein geliebtes Fahrrad zu haben. Auch muss ich andere Fahrradbesitzer nicht mehr als Konkurrenten fürchten, weil ausreichend Stellfläche vorhanden ist. Zu der dann auch ein Durchkommen meist möglich ist.

Die S-Bahn ist einfach praktisch

Der Sinn und Zweck einer Stadtschnellbahn, kurz: S-Bahn, ist es für gewöhnlich, Stadt und Umland umsteigefrei und hochfrequent zu verbinden. Innerstädtisch sind die Linien (in Frankfurt mit Ausnahme der S7), in einer Stammstrecken gebündelt. Dies ermöglicht eine noch höhere Taktung sowie eine Vielzahl an Fahrtmöglichkeiten in das Umland.

Ein ziemlich geniales Konzept, eigentlich! Leider betrachtet man dessen Vorzüge schnell als selbstverständlich – ja, bis die S-Bahn dann mal Pause macht und man anstelle von der S-Bahn nun uumso genervter über ständiges Umsteigen, Umwege und Fahrzeitverlängerungen ist.

Mein Fazit

Ich gelobe feierlich, dich künftig mehr zu schätzen, liebe S-Bahn. Es ist doch nicht alles schlecht an dir, zumindest ist’s woanders schlechter oder auch nicht besser. Und wenn ich das nächste Mal einmal wieder kurz vor einem Tobsuchtsanfall stehe, weil du mich ärgerst, dann werde ich mich einfach an die zurückliegenden sechs Wochen erinnern.

Und mich schnell wieder daran erinnern, wie schön es ist, dass es dich gibt.

DANKE, DASS DU WIEDER FÄHRST!

By MatzeFFM on August 26, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

…. und wieder mal am Matthias-Beltz-Platz

…. und wieder mal am Matthias-Beltz-Platz„Partei“-Protest und Sommerfest


…. und wieder mal am Matthias-Beltz-Platz

„Partei“-Protest und Sommerfest

Heiter Sonnenschein beim Frühlingsfest

Huch, wurde nicht letzte Woche erst ein Fest am Matthias-Beltz gefeiert? Im Nordend und am Kult-Wasserhäuschen — darf man mittlerweile sagen, finde ich — „GUDES“ scheint man derzeit mächtig in Feierlaune:

Am Sonntag fand an der mittlerweile erneut in die Schlagzeilen der Lokalpresse geratenen Trinkhalle und dem angrenzenden Matthias-Beltz-Platz ein „Frühlingsfest“ statt. Kurioserweise, nachdem eine Woche vorher die „Interessengemeinschaft mittleres Nordend bereits ein „Sommerfest“ auf dem angrenzenden Matthias-Beltz-Platz gefeiert hat (ich berichtete bereits hier). Im August folgt dann vermutlich ein Winterfest? Nun ja.

Sommer hin, Frühling her:

Mächtig gut besucht war das Fest bereits am frühen Nachmittag. Der Platz gerammelt voll, eine lange Schlange durstiger Nordendler vor der Trinkhalle.

Die Jungs vom „GUDES“ schmissen den Grill an und beglückten die Meute mit frischem Caipi an der eigens errichteten Bar, während es sich hervorragend auf den bereits wieder zahlreich von Besuchern mitgebrachten Stühlen und Tischen am Platz nebenan herumlümmeln und den Nachbarn die neu erstandenen, bunten Sneaker präsentieren ließ. Und Live-Musik von lokalen Künstlern gab es obendrauf.

Ebenfalls mit dabei und an eigenem Stand präsent:

“Les Apaches” sind erstmalig zu Besuch. Rrrroar!!

Die Biker- und Künstlervereinigung “Les Apaches”, welche neben Klamotten für den hippen Biker von heute auch gleich ihre heißen Öfen auf dem Matthias-Beltz-Platz präsentierte.


… auch das Sperrmüll-Drama geht weiter

Und auch in Zukunft wird’s nicht langweilig am skandalträchtigen Platz:

Während die Initiative “Stühle für den Matthias Beltz-Platz” weiter fleißig Unterschriften sammelt (es sind bereits um die 1000-wow!), um eine Duldung der mitgebrachten Möbel seitens der Stadt zu erwirken, ruft indes “DIE PARTEI” erheblich eindeutiger zum Protest auf:

Über die öffentliche Facebook-Veranstaltung “Her mit dem Sperrmüll!” wird dazu aufgerufen, sämtlichen Sperrmüll der Stadt auf dem Platz abzuladen:

“Zwei mal räume die Stadt den ganzen Krams als Sperrmüll wieder ab und ließ so, den Platz als lebloses Stück Beton zurück. So kaltherzig können nur Frankfurter Politiker sein und allenfalls noch ihre Handlanger von der FES.

JETZT REICHT ES! Liebe Frankfurter, liebe Offenbacher, Liebe Höchster — egal! Bringt alle euren GANZEN Sperrmüll auf den Matthias-Beltz-Platz und zeigt der Stadt das es so nicht weitergeht. Wir haben mehr bequemen Müll als die Stadt je beseitigen kann!”

Wer also am kommenden Samstag zwischen 2 Uhr nachts und morgens um 8 nichts besseres zu tun haben sollte: Ihr wisst, was zu tun ist.


Ach ja, noch eine persönliche Bitte an die Stadt:

Wenn ihr schon rigoros selbst die von Anwohnern aufgestellten Mülleimer entsorgt, dann seid doch bitte so konsequent, auch den mittlerweile nicht mehr ganz so ansehnlichen Weihnachtsbaum mitzunehmen. Dankeschön.

By MatzeFFM on June 28, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Feilschen am Fluss

Feilschen am FlussDer “FlowMarkt” der Sommerwerft


Feilschen am Fluss

Der “FlowMarkt” der Sommerwerft

Soweit das Auge reicht: Flohmarkt-Treiben an der Weseler Werft

Gemeinhin bin ich kein allzu großer Fan des derzeit stattfindenden Kultur- und Theaterfestivals “Sommerwerft”. Programm und Publikum sind mir ein wenig zu langweilig, alternativ, Bündnis 90 — nun ja, äh, ihr wisst schon.


Am vergangenen Wochenende hat mich dann jedoch der sonntäglich stattfindende “FLOWMARKT” des Festivals zu einem Abstecher an die Weseler Werft bewogen, welchen ich mit meiner sonntäglichen Laufrunde am Main verbunden habe.

Und was soll ich sagen — WAHNSINN! Dass ich mit Vorliebe viel Geld auf Flohmärkten lasse und große Freude am Feilschen und Scherzen mit den Stand-Besitzern habe, habe ich ja bereits in diversen Artikeln durchsickern lassen.

Das Mainufer unweit des EZB-Geländes bietet eine ganz hervorragende Kulisse für den regsamen Trödel, und die nebenan stattfindende Sommerwerft lädt zum gemütlichen Verweilen bei Käffchen oder Apfelwein ein, um auch das letzte noch übrig gebliebene Geld zu verprassen.

Ob Schallplatten, Klamotten, jeder Menge Vintage-Krempel, Bücher, Möbel, Bilder, Accessoires oder Foto-Apparate: An den zahlreichen Ständen werden Dinge jeglicher Couleur angeboten und lassen mein Herz höher schlagen. Die Händler habe ich allesamt als überaus freundlich erlebt, und der sonst auf Frankfurter Flohmärkten leider sehr verbreitete Fernost-Ramsch ist glücklicherweise nirgends zu erspähen.


Eine analoge Panorama-Kamera war übrigens der vorrangige Grund meines Besuchs. Schließlich’ hab ich da so ein neues, kleines Hobby.

Und, was soll ich sagen: Ich bin fündig geworden!

Nach einem Paradebeispiel des erfolgreichen Handelns sowie der Durchführung diverser psychologischer Manipulationsversuche halte ich Stolz mein Schnäppchen des Tages in den Händen: Eine halbwegs ansehnliche, aber noch vollends brauchbare Fuji-Kamera.

Wer ebenfalls vor der tollen Kulisse der Sommerwerft am Main auf Schnäppchen-Jagd gehen möchte, der hat am kommenden Sonntag, den 07. August noch einmalig die Gelegenheit dazu.

Räumt euer Konto leer und schaut mal vorbei, es lohnt sich — schöner lässt sich ein Sonntag in Frankfurt kaum verbringen!

By MatzeFFM on August 5, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Feuerwerk

Feuerwerk… wenn der Main in Flammen steht.


Feuerwerk

… wenn der Main in Flammen steht.

Vom Mainfest im Allgemeinen halte ich ja eher nichts.

“ ‘ne Dippemess am Main, das muss für mich mal gar nicht sein” — getreu dieses Mottos hielt ich mich den Fress- und Kirmesbuden auch dieses Jahr fern.


Einen Abstecher zum das Fest abschließenden Feuerwerk ließ ich mir dann aber doch nicht entgehen. In Sachen Feuerwerk macht unserer Stadt schließlich niemand was vor! Wie es der Zufall so will, verbrachte ich ich meine zweistündige Arbeitsschutzpause (nein, ich bin nicht hauptberuflich Blogger!) am Abend des 08. August dann auch ausgerechnet am Frankfurter Hauptbahnhof, sodass ein kurzer Fußweg zur Frauenfriedensbrücke kein Problem darstelle. Man darf ja auch kein Glück haben!

Am Samstag zuvor durfte ich während meines kleinen Kurzurlaubs in meinem oberbayrischen Exil am Chiemsee bereits ein Feuerwerk erleben: Ein Wochenende des Feuerwerks also. Und ich persönlich mag ja Feuerwerke.


Und auch diesmal starre ich mit kindlicher Begeisterung in den schwarzen Nachthimmel und werde sentimental.

Ein Feuerwerk am Main, das ist für mich immer wieder ein Gänsehaut-Moment, der mich meine vergangenen fünf Jahre in dieser Stadt rekapitulieren lässt:

Jede Rakete eine Hoffnung, die in den Himmel aufsteigt. 
Hell schimmert, sich farbenfroh im Main spiegelt. 
Mit lautem Knall erlischt, vom Himmel fällt 
um anschließend im Fluss zu verglühen.

Kurze Stille, dann steigt das nächste Geschoss 
mit Fauchen in den Himmel auf. Und sein helles Strahlen 
erinnert mich daran, dass jedem Niedergang 
eine neue Farbenpracht folgt.

Irgendwie symbolträchtig — und irgendwie traurig-schön.


Ich jedenfalls freue mich bereits auf das nächste Feuerwerk in Frankfurt, welches als Abschluss des Museumsuferfests am Abend des 28. August bewundert werden kann.

By MatzeFFM on August 9, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Neongrüne Straßen-Stempel

Neongrüne Straßen-StempelStreetart oder doch nur Werbung?


Neongrüne Straßen-Stempel

Streetart oder doch nur Werbung?

Die (Pflaster-)Steine des Anstoßes für diesen Artikel.

Der aufmerksame Be-Treter (ha! Wortspiel bemerkt?) von Innenstadt und großen Teilen des Nordends kann schon seit Tagen über neongrüne Stempel stolpern, welche offensichtlich an zahlreichen Stellen mittels Schablone auf das Pflaster gesprüht wurden.

Auch ich bin beim Joggen in der Friedberger Anlage sowie dem anschließenden Flanieren auf der Berger und in der Innenstadt gleich Dutzenden der Schriftzüge begegnet und wurde neugierig:

„MONEY -> MONTH“

sowie

„MIT savedroid.de“


Was soll das bedeuten? Ein neues Streetart-Projekt, oder doch nur reudige Reklame für die ohnehin permanent gen Boden auf ihr Smartphone starrenden Zielgruppe? Am Ende gar Markierung eines “Pokémon”-HotSpots für virtuelle Monsterjäger?

Von meiner Neugierde getrieben hab’ ich die angepriesene URL dann auch mal aufgerufen. Und siehe da: Nix war’s mit der Straßenkunst. Mit “Pokémon Go” haben die Stempel glücklicherweise aber auch nichts zu tun.

Eine kurze Recherche ergab:

Bei „Savedroid“ handelt es sich um die App eines – immerhin- Frankfurter FinTech-Startups, welches den Nutzer dazu motivieren soll, selbst festgelegte Sparziele zu erreichen. Hierzu werden kleine Beträge automatisch von der App vom eigenen Konto auf ein Sparkonto überwiesen, beispielsweise wenn eine selbst definierte Anzahl von Schritten (Ha! Geld verdienen im Laufen!) erreicht wurde.

Dies allerdings zu einem nicht ganz unstrittigen Preis; so wurde der App bereits von der FAZ aufgrund von fragwürdiger Abfrage von Nutzerdaten ein ganzer Artikel gewidmet.

Dass die App nicht nur Datenkrake zu sein scheint, sondern auch auf solch fragwürdige und darüber hinaus auch illegale Weise beworben wird, schmeckt mir nicht.

Mehr Neongrün für Frankfurts Straßen? Ja bitte, gern gesehen, her damit – aber bitte nicht in Form von dubiosen Werbebotschaften. Danke.

By MatzeFFM on August 11, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Dankesehr für deine prompte Wortmeldung! :-)

Dankesehr für deine prompte Wortmeldung! :-)Auch wenn ich persönlich nicht an einer Nutzung der App interessiert bin, unterstütze ich jegliche Art von Projekten und Ideen, welche…


Dankesehr für deine prompte Wortmeldung! 🙂

Auch wenn ich persönlich nicht an einer Nutzung der App interessiert bin, unterstütze ich jegliche Art von Projekten und Ideen, welche Menschen entsprechenden Mehrwert bescheren.

Vielmehr interessant bin ich allerdings an der Beantwortung der Frage, wer hinter dieser doch etwas dreisten Form der Werbung steckt?

Über ein kurzes Statement hierzu würde ich mich sehr freuen!

By MatzeFFM on August 12, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.

Zum Berger Straßenfest: Update Berger Straße

Zum Berger Straßenfest: Update Berger StraßeAnlässlich des nunmehr 31. Berger Straßenfestes zwischen Höhenstraße und Bethmannpark habe ich mich einmal wieder ein wenig näher auf der…


Zum Berger Straßenfest: Update Berger Straße

Anlässlich des nunmehr 31. Berger Straßenfestes zwischen Höhenstraße und Bethmannpark habe ich mich einmal wieder ein wenig näher auf der Berger Straße umgeschaut. Schnelllebiger ist schließlich wohl keine andere Frankfurter Meile, und viele Läden überdauern (leider) kaum ihre Eröffnung.

Andererseits gibt es auch bei alteingesessenen Institutionen der “Berger” immer einige Änderungen zu vermelden — die Schließung des “Saturn” sowie die Umgestaltung des “Wollworth”-Gebäudes samt anschließender Neueröffnung sind hierfür nur das jüngste Beispiel.

Am vergangenen Wochenende habe ich mich nun wieder einmal ein wenig genauer auf der “Berger” Umgeschaut. Anlass war das Berger Straßenfest, und, nun ja: Die Frankfurter Rundschau hat hierüber — wenn auch ein wenig übertrieben — gesagt, was es hierzu zu sagen gibt:

Und wieder mal ist auf der Berger Straße zwei Tage lang Halli Galli.

*Den Anwohnern präsentieren sich dabei immer wieder neue, interessante Facetten ihres Wohnumfeldes: Besoffene grölen bis in die frühen Morgenstunden, geben sich leidenschaftlich der alten Tradition des Schellekloppens hin und erleichtern sich gerne auch mal in die Blumenrabatten. „Immerhin gut für die Landwirtschaft“, denkt sich der Berger-Straßen-Bewohner dann, lächelt leise in sich hinein und freut sich, dass er nicht am Friedberger Platz wohnt, wo sich diese Szenen freitäglich abspielen.

Allerdings bietet das Berger Straßenfest am Samstag und Sonntag auch so mancherlei, das man am Friedberger Platz vergebens sucht. Diesmal etwa die hessische Rudermeisterin Allegra Nemati, die am Merianplatz sich und ihr Ruderboot präsentiert. Das allerdings würde man sich eher mal am Friedberger Platz wünschen, von wo aus jeden Freitagabend ein von Menschen gespeister Wildbach den Bäckerweg hinuntermäandert. Ansonsten aber alles wie am Friedberger Platz: sehr laut, sehr voll, sehr viele junge Männer mit Vollbart und Dutt. Aber halt nur einmal im Jahr und darum viel besser. (skb)

(Quelle: Frankfurter Rundschau, Ausgabe vom 03. Juni 2016)*

Nun ist es freilich nicht ganz so dramatisch; im Gegenteil: Es ist schön, dass mit dem Fest ein Anlass geschaffen wird, sich einmal wieder nachbarschaftlich auszutauschen und die eigene Wohngegend zu erkunden.

Allerdings, viel Spannendes erfährt der Nordendler/Bornheimer nicht:

Auf der Berger kann man ganz, ganz vielseitig essen, absolut fancy Getränke schlürfen, kostengünstig ins Ausland telefonieren, Sport treiben — und natürlich Sneaker kaufen, die man anschließend stolz den Freunden im “Hoppenworth & Ploch”, beim gemeinsamen Sonnenbad am Matthias-Beltz-Platz oder im eigenen Fashion-Blog oder auf Instagram präsentieren kann.

Ein wenig mehr Kultur sowie Geschäfte abseits der Gastronomie, Rossmann & Co. wären für ein wahrhaft urbanes Feeling wohl mehr als förderlich.

Allerdings, wenig beachtet und etwas oberhalb des Berger Straßenfest, konnte ich dann doch noch Erfreuliches leben. Dies sowie weitere Entwicklungen in einem kleinen Überblick:

“Bornheimer Straßenquiz” am Fünffingerplatz

Wie der Berger Straßen-Blog berichtete, fand am Samstag das erste Bornheimer “Straßen-Quiz” statt. Am Fünffingerplatz konnte sich ein Jedermann den Fragen des Moderators stellen, und bei richtiger Beantwortung Preise gewinnen, die von den ansässigen Geschäften gestiftet wurde.

Veranstalter des Ganzen ist die Stadtteilinitiative “Lust auf Leben”. Auch ich konnte die Frage nach der Inschrift des Brunnens vor dem “Irish Pub” im alten Ortskern richtig beantworten und somit ein Buch über das “lustige Dorf” absahnen. Und hey, in die Zeitung hab ich’s sogar auch gepackt.

Eine tolle Idee — hoffentlich wird das Quiz in Zukunft regelmäßig durchgeführt!

Ende einer Institution: Ende für das “o-Ton”

Ich wollte es erst kaum glauben: Das “o-Ton”, bekannt für Strandkorb, vorzügliche Drinks und das nette Personal, hat nach nahezu 15 Jahren schon seit einiger Zeit seine Pforten geschlossen. Grund ist wohl ein ausgelaufener Mietvertrag aufgrund einer Sanierung des Gebäudes. Einzug gehalten in den ehemals so genütlichen Räumlichkeiten hat nun eine Shisha-Bar. Ich hoffe mal, diese kulturelle Anbahnung von der anderen Main-Seite (Stichwort: Alt-Sachenhausen…) bleibt hier Ausnahme.

Kaum eröffnet, schon wieder dicht: Das “Café Cups”

Ich habe es gepriesen und geliebt: Das Café Cups eröffnete vor einem halben Jahr im Raum des ehemaligen “Extraveganz”. Nun ja, alles Daumen drücken sowie der überragend leckere türkische Brunch sowie die herzallerliebste Betreiber-Familie haben nichts geholfen: Rentiert zu haben scheint es sich nicht, und so hat auch das “Café Cups” nunmehr geschlossen. Stühle und Tische sind bereits ausgeräumt; die Familie ist für mich bislang leider “nicht für eine Stellungnahme” zu erreichen. Gerüchteweise eröffnet dort demnächst ein Burger-Laden. Gibt’s ja nicht ohnehin schon genügend davon in der Umgebung. Schade drum!

Nun auch zum draußen Sitzen geeignet: Das Café “Yellow Mellow”

Abschließend noch Erfreuliches:

Das “Yellow Mellow” am unteren Ende der Berger Straßewar bislang ein Café, an dem man schnell vorbei gelaufen ist. Was schade ist, schließlich gibt’s dort meiner Meinung gar den besten Cappucino der Stadt und eine mehr als sinnliche Einrichtung. Pünktlich zur “Sommer-Saison” hat sich das Mellow Yellow nun auch einen Namenszug an der Fassade gegönnt und ist durch süße Stühle und Tische dem Kaffee-Liebhaber nun auch von außen deutlich als Kaffeehaus erkennbar.

Direkt gegenüber vom Bethmann-Park lässt sich das Leben dort — versorgt mit frischem Kaffee — nun vorzüglich aushalten. Eine echte Bereicherung für die untere Berger — gerne mehr davon!

Es lohnt sich also weiterhin, der Berger regelmäßig Besuch abzustatten. Langweilig wird’s jedenfalls nie!

By MatzeFFM on June 15, 2016.

Exported from Medium on September 22, 2016.