Tipps für kalte Tage: Drei schnell erreichbare Ausflugsziele

Brrrr, ist das kalt da draußen!
Ich weiß ja nicht, wie es euch so ergeht – aber ich bin ja ein echter Kältemuffel.

So unternehmungsfreudig ich auch sonst sein mag:
Beim Blick aus dem Fenster und auf das Thermometer fühle ich mich von der Außenwelt oftmals schlicht angefeindet.

Um nicht endgültig dem Winter-Blues zu erliegen, schleife ich mich mich dann oft – schwer bepackt mit Lektüre – in eines der wunderbaren Cafés unserer Stadt.

Aber manchmal will ich auch einfach mal raus aus der Stadt, kurz durchatmen. Ein bisschen Frischluft atmen und Kraft tanken.

Lange Ausflüge, Radtouren und Wanderungen sind leider nicht drin, wenn es bereits ab nachmittags um 4 schon dämmert.

Zum Glück habe ich jedoch drei Ausflugsziele für eine kurze Stadtflucht für mich entdeckt, welche ich euch gern empfehlen möchte!

Allesamt sind sie schnell erreichbar und lassen ein wenig Aktivität und anschließendes Einkehren und Aufwärmen gut vereinbaren.

Also: Gut aufpassen, dicke Jacke anziehen – und raus mit euch an die frische Winterluft! Soll ja schließlich auch ganz gut sein für den Teint.

 

Jacobiweiher / Stadtwald

Warum hin?

Der Jacobi-Weiher im Frankfurter Stadtwald ist ein echtes Idyll und Zufluchtsort für den stressgeplagten Großstädter. Mitten im Stadtwald gelegen, könnt ihr hier in aller Seelenruhe um den See schlendern, Waldluft atmen und den Vögeln beim Zwitschern zuhören. Mitunter auch den ganz großen „Vögeln“, die gerade ihren Landeanflug auf den Frankfurter-Flughafen begehen.

Nehmt Platz an einer der schönen Bänke am kleinen See, haltet Inne auf einer der Brücken.

Oder auch, gerade jetzt im Winter: Packt euch eure Schlittschuhe ein und dreht ein paar Runden auf dem zugefroren Weiher!

Wenn ihr dann glücklich, frischluftversorgt und durchgefroren seid, könnt ihr im Gasthaus Oberschweinstiege einkehren und euch bei Heißgetränk und Mahlzeit aufwärmen und stärken.

Ein idealer Ort, um für kurze Zeit allem Trubel zu entfliehen – und einfach mal durchzuatmen! Muss ja schließlich auch mal sein.

Wie hinkommen?

Kaum zu glauben, aber in nicht einmal 20 Minuten gelangt ihr von der Innenstadt aus mitten hinein ins Idyll. Vom Hauptbahnhof aus könnt ihr direkt in die Straßenbahn-Linie 17 einsteigen. Diese könnt ihr auch von Konstablerwache aus erwischen, wenn ihr von der Konstablerwache aus mit der S-Bahn bis zur Haltestelle „Stresemannallee“ düst.

Und schon die Anfahrt ist ein echtes Highlight:

Nach einem letzten Halt in Sachsenhausen-Süd verlässt die Tram die Zivilisation, beschleunigt auf rekordverdächtige 50 km/h und fährt auf der alten Trasse der Eisenbahnstrecke Frankfurt – Neu Isenburg mitten durch den Stadtwald. Bereits der Blick über die Schulter über des Straßenbahnfahrers ist ein echtes Vergnügen! Die Bahn erreicht praktischerweise schnell die Haltestelle „Oberschweinstiege“ hält.

Von hier aus seid ihr dann bereits mitten drin in Wald, Frischluft und Spaziergangs-Freuden !

 

Der große Feldberg

Warum hin?

Hättet ihr gedacht, dass man in nicht einmal einer halben Fahrtstunde von Frankfurt aus Ski-Fahren kann? Im Schnee wandern, rodeln, einen wahren Winter-Traum erleben kann?

Nein? Dann solltet ihr euch dringend einmal auf zu Hessens höchster Erhebung machen: Dem großen Feldberg im Taunus. Dank dem Höhenunterschied zwischen Stadt und Naturpark liegt hier selbst dann Schnee, wenn Frankfurt noch vollkommen befreit von aller weißer Pracht ist.

Und dank Ski-Verleih in Oberschmitten am Fuße des Feldbergs könnt ihr euch sogar euren ganz eigenen Ski-Kurzurlaub quasi vor eurer Haustür ermöglichen.

Egal, ob ihr euch dazu entschließt, die Kufen zu schwingen – oder ob ihr an einem der Parkplätze auf der den Berg hinaufführenden Straße parkt und den Gipfel dann zu Fuß erklimmt:

Nachdem ihr weiße Pracht und Natur genossen habt, solltet ihr dringend einkehren im Restaurant „Feldbergblick“. Diese hat etwas von einer alpinen Berghütte und beschert euch einen traumhaften Ausblick über Umland und auf die Stadt.
Wie hinkommen?

Wenn auch ihr mal echte Gipfelstürmer werden wollt, dann könnt ihr sogar mit den „Öffentlichen“ bis direkt auf den Gipfel fahren: Von der U-Bahn-Endhaltestelle „Oberursel-Hohemark“ verkehrt ein Bus bis zur Haltestelle „Großer Feldberg“. Leider nur alle zwei Stunden.

Besser dran seid ihr mit dem Auto:
Dies lässt sich bspw. bei Flinkster sogar recht günstig für euren  Kurzausflug mieten.

Ich empfehle euch, am Parkplatz „Große Kurve“ zu parken (A661 bis Ausfahrt Oberursel-Hohemark, dann der Beschilderung gen Feldberg folgen) und dann den Aufstieg auf den Gipfel zu wagen. Dieser nimmt – je nach eurem Tempo – ca. 60-90 Minuten in Anspruch und belohnt euch mit traumhafter Stille, unschuldig weißem Schnee und einem Ausblick, der seinesgleichen sucht.

Nach einer wohlverdienten Pause (Tipp dafür: Siehe oben) geht’s dann kräfteschonend wieder bergab zum Parkplatz – und zack, ’ne halbe Stunde später seid ihr wieder daheim.

Fühlt sich an wie ein echter Kurzurlaub!

 

Erst Treppensteigen, dann Staunen: Der Goetheturm

Warum hin?

Der Goethe-Turm ist nicht nur höchster Holzturm der Republik, sondern auch lohnenswertes Ausflugsziel: Einmal bestiegen, habt ihr auf stolzen 43 Metern Höhe einen atemberaubenden Ausblick über Baumwipfel hinweg auf die Skyline.

Um euch diesen Ausblick zu verdienen, könnt ihr vorher einen gemütlichen Spaziergang durch den den Turm umgebenden Stadtwald wagen. Hier gibt es unter anderem zahlreiche historische Brunnen zu entdecken.

Und wenn ihr vom Spazierengehen und Treppensteigen so richtig außer Puste seid, dann kehrt ein im Gasthaus am Fuße des Turmes, und lasst euch Apfelwein, Kaffee oder eine heiße Suppe schmecken. Bevor ihr euch wieder aufmacht in den Frankfurter Alltag.

Wie hinkommen?

Auch am Goetheturm seid ihr schneller, als ihr vermutlich denkt:

Entweder ihr fahrt von der Innenstadt aus mit der Buslinie 36 zur Endhaltestelle „Sachsenhäuser Warte“ und gönnt euch einen ca. 20-minütigen Spaziergang. Oder ihr macht’s auf die faule Art und Weise und nutzt den Bus der Linie 48, welcher euch halbstündlich direkt von der Innenstadt (Lokalbahnhof) aus an den Turm bringt.

Na, überzeugt? Raus aus der Bude mit euch, trotzt der Kälte – Bewegung und frische Luft tun gut, durchatmen sowieso – und Frühling wird’s wieder früh genug. Da bin ich mir ganz sicher!


Haben euch meine Tipps gefallen – oder habt ihr noch weitere für einen winterlichen Ausflug? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

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