„Kennste Frankfurt?“ – Ein PubQuiz zum Zweiten

Schon eine Weile ist es her, da saß ich montags – einmal wie so oft – in meiner erlauchten Runde beim „PubQuiz“ im Irish Pub in Sachsenhausen.

Und einmal wieder dachte ich mir: „Hey, das macht schon Spaß – aber wäre ich meinem Team doch nur eine Hilfe!“. Es hat bekanntlich ein jeder so sein Steckenpferd, und meines war und ist eben meine geliebt-gehasste Heimatstadt Frankfurt am Main. Blöde nur, dass kein dementsprechendes PubQuiz in den gängigen Veranstaltungskalendern zu finden war.

 

Es war an der Zeit, diesen Umstand zu ändern.

Ich beschloss also im Sommer letzten Jahres, diese Lücke zu füllen und ein gänzlich neues PubQuiz auf die Beine zu stellen. „Kennste Frankfurt?“ – ein treffender Name war ebenso schnell gefunden wie die großartigen WIR KOMPLIZEN als Location für das Quiz gewonnen werden konnten.

A propos gewinnen: Mit den Frankfurter Stadtevents konnte ich nach einigem Schriftwechsel einen wunderbaren Sponsor für den Hauptgewinn gewinnen. Ein guter Anreiz zur Teilnahme, wie ich fand. Knifflige Fragen hatte ich innerhalb weniger Wochen zuhauf notiert – eine erste Auswahl war schnell getroffen.

Fehlten noch die Teilnehmer. Über die einschlägige Social Media-Kanäle warb ich für mein Unterfangen; und tatsächlich hatten sich für die Premiere „meines“ PubQuiz schlussendlich über 60 Personen in Teams mit einfallsreichen Namen angemeldet. Noch heute erinnere ich mich an die Aufregung, welche ich vor der Moderation des Quiz empfand…

Aller Anfang war schwer…

Und so stand ich nun da, irgendwann im September 2017, vor all den versammelten Ratefüchsen bei den „Komplizen“. Ja, manch Kurzentschlossene mussten aufgrund akuter Überfüllung gar nach Hause geschickt werden. Ein Mikrofon in der Hand, jede Menge Fragen in petto.

Ich hatte nicht bedacht, dass das Mikrofonkabel ein stetiges Präsentsein gegenüber all der Teilnehmer mitunter kompliziert gestalten würden. Ja, ich hatte nicht bedacht, dass die Auswertung der Runde mit den Schätzfragen sooooo lange dauern würde.

Und dennoch: Am Ende des Abends zeigte nicht nur ich mich erleichtert, sondern sich die Teilnehmer gleichsam erfreut. Es dauerte nicht lange, bis mich erste Nachfragen zu einer eventuellen Neuauflage von „Kennste Frankfurt?“ erreicht hatten…

 

Fuck yeah, Runde 2!

Irgendwann in der Vorweihnachtszeit verspürte ich dann große Lust darauf, eine Fortsetzung zu wagen. Ein kurzer Besuch bei den „Komplizen“ erschaffte prompte Erleichterung: Ja klar war man dabei. Auch die Frankfurter Stadtevents stellten sich gern erneut als Sponsor zur Verfügung, ebenso wie der „FilmWerte“-Verlag aus Potsdam. Im Werbung-Machen hatte ich mittlerweile Erfahrung; dass aber nach nur einmaligem Posten der Veranstaltung das Quiz restlos ausgebucht sein sollte – damit hätte ich nicht gerechnet.

Die bisherigen Erkenntnisse von der Premiere nutzte ich dazu, nun einiges besser zu machen: Die Schätzrunde wich einer Musikrunde, ein kabelloses Mikrofon ward mir vergönnt. Spannende Fragen und Bilderrätsel hatte ich derweil schnell gefunden, sodass es nur noch abzuwarten galt. Auf den Tag, an dem ich stolze 15 Teams im Frankfurter Nordend zum heiteren Quiz-Abend begrüßen sollen dürfte.

In der Auswahl ihrer Namen übertrumpften sich die einzelnen Teams einmal wieder gegenseitig: So konkurrierten etwa „Der Unbekannte aus dem Ausland und die aufgeregten“ mit dem Team „Dribbdebach’s Stolz & Vorurteil“ oder den „Oigeplackten“ um den Titel als größter Kenner dieser Stadt.

Ich komme, viele sind schon da 

Am Abend des 20. Februar war dann auch ein großer Teil der Teilnehmer schon anwesend, speiste und trank munter, während ich mein kleines „Büro“ inmitten der Craft-Beer-Kneipe bezog. Es ist auch immer wieder ein merkwürdiges Gefühl: Auf der einen Seite die riesige Freude über all die Menschen, die der Einladung gefolgt sind – auf der anderen der eigene Anspruch, all diesen netten Leuten einen möglichst tollen Abend bescheren zu wollen.

Ich verglich die Teilnehmerliste auf dem Bildschirm meines Laptops mit dem tatsächlichen Belegungsgrad der Tische. Und freue mich riesig, als ich feststelle, dass zwar krankheitsbedingt einige wenige Lücken innerhalb der Teams existieren, aber sämtliche 15 angetreten sind. Ein Blick in die einzelnen Gesichter sorgte prompt für manch freudige Überraschung: Hey, war das nicht der Typ, der mich immer so nett aus dem Fenster meines liebsten Wasserhäuschens, dem „GUDES“ bedient? Er war es.

Trotz aller Freude kommen Zweifel auf. Werden die Fragen, die ich im Gepäck trage, zu leicht oder zu schwierig sein? Und überhaupt unterhaltsam genug? Würde ich den Zeitplan einhalten können? Die Teams vielleicht gar langweilen?

 

Kurze Straßennamen, besondere Berufe und ein komischer Vogel

Erfahrungsgemäß wusste ich: Es hilft nichts, sich den Kopf zu zerbrechen. Noch ’ne schnelle Zigarette rauchen, Mikro an und loslegen. Dass ich meine Notizen während der Begrüßung verlegt hatte, blieb glücklicherweise unbemerkt.

Weniger unbemerkt dagegen blieben die Mikrofon-Ausfälle, die immer dann einsetzen sollten, wenn Applaus den Verstärker zum Übersteuern bringen sollte und diesen seinen Dienst temporär quittieren ließen.
Man hatte es mir – so hoffe ich – verziehen, sodass die Quizfragen, um die es hier schließlich gehen sollte, dennoch im Vordergrund standen.

Ich hatte wirklich mein Bestes gegeben, hatte wochenlang Fragen gesammelt. Am Ende viele aussortieren müsse, was mir mitunter nicht ganz einfach fiel.

Was war doch gleich der kürzeste Straßenname Frankfurt? Und welche Straße ist mit 8,8 Kilometern eigentlich die längste? Was findet man heute im Gebäude des ehemaligen Volksbildungsheims? Ja, und was lässt man sich eigentlich richten, schaut man beim „Lenz“ im Bahnhofsviertel vorbei?

Nach jeder Runde präsentiere ich den aktuellen Zwischenstand und verrate die korrekten Antworten meiner Fragen. Nur allzu oft muss ich dabei schmunzeln:

Nie hätte ich gedacht, dass nahezu alle Teams den Taufnamen der Mainfähre zwischen Schwanheim und Höchst („Walter Kolb“) im Gedächtnis haben – aber gleich mehrere von ihnen bei der Frage nach René Bennerts Beruf auf, nun ja, „Zuhälter“ tippen.

Humor haben sie ja, „meine Teilnehmer“, René Bennerts wahrer Beruf ist allerdings Bombenentschärfer.

 

Fachwerk? Na, das muss doch Sachsenhausen sein!

Schmunzeln musste ich auch oftmals, während ich die Antworten bei der Bilderrunde auswertete. Den Aufnahmeort von zehn Schwarzweiß-Aufnahmen galt es für die Ratefüchse zu bestimmen. Während die Aufnahme einer Gemüsehandlung in der Münchner Straße recht zielsicher dem Bahnhofsviertel zugeordnet werden konnte, hatte gut die Hälfte der Teams das Fachwerk-Ensemble des Höchster Schlossplatzes spontan in Alt-Sachsenhausen verortet.

Während die Teilnehmer zwischen den Fragerunden durchatmen, klönen und – ganz wichtig! – Bier trinken können, widmete ich mich einer möglichst prompten Auswertung. Nicht immer ganz einfach, jedoch lag ich voll im Zeitplan (da war ich das letzte Mal deutlich schlechter!), als ich die letzte Runde einläuten durfte.

15 Teams machen Pause, der Autor wertet indes aus.

Und diese drehte sich um die Musik, um die aus Frankfurt, um genau zu sein. Zehn Interpreten mit zehn Titeln, und hey – Frankfurt, das muss ich immer wieder zugeben, ist nun leider nicht unbedingt als Musikhauptstadt der Bundesrepublik zu bezeichnen.

Gefunden hatte ich natürlich trotzdem was, „Lieblingsmensch“ von Namika etwa, natürlich was von Moses Pelham, mittlerweile Ehrenbürger dieser Stadt – und ja, auch Zeugs wie „Ich will brennen“ der düsteren Rockband ASP hatte ich ausgegraben.

 

And the winner is…

Und tatsächlich war es ebendiese Musikrunde, die den Ausgang meines PubQuiz bestimmen sollte. Selbst die laut Punktzahl stärksten Team hatten hier deutliche Leistungseinbußen zu verzeichnen, für Spannung bis zuletzt war also gesorgt.

Als ich dann die vier Gewinner-Teams verkünden darf, da freu‘ ich mich. Nun ja, zumindest, nachdem mein Mikrofon wieder funktionieren mag. Alle vier Sieger-Teams scheinen sich zu freuen, auch wenn mir das glorreiche Team von Platz 1 zuraunt, sie hätten insgeheim auf den Gewinn für den zweiten Platz spekuliert.

 

Nun ja, hätten sie halt nicht so schlau sein sollen – ich jedenfalls verabschiede mich von meinem Publikum in der Hoffnung, dass dieser Abend Spaß gemacht hat.
„Und wenn’s euch keinen Spaß gemacht hat“, so sag‘ ich – „so habt ihr vielleicht wenigstens was lernen können“.

Und ja, natürlich konnte auch ich noch etwas lernen – und ich bin mir sicher, dass Ausgabe III von „Kennste Frankfurt?“ noch ein kleines bisschen besser werden wird.
Danke euch allen fürs Dabeisein, ihr wart großartig!

[MAINRAUSCH PRÄSENTIERT] : „Kennste Frankfurt?“ – das PubQuiz für echte Stadtkenner

Seid ihr auch ein kleiner Ratefuchs? Ich jedenfalls hab‘ es schon als Kind geliebt, vor dem Fernseher zu sitzen und bei „Wer wird Millionär?“ mitzurätseln.

Heute, da sitze ich statt vor dem Fernseher lieber neben Freunden und vor einem Bier, und eifere beim PubQuiz mit meinem Team um den Titel des glorreichen Siegers. PubQuiz, das macht einfach Laune – blöd nur, dass ich oft ’ne echte Niete bin und Fragen nur mit einem langgezogenen „äääh…“ beantworten kann

Klar, jeder hat sein „Steckenpferd“ und auch ich hab‘ meine Wissensfelder, in denen mir niemand schnell was vormacht.

 

Doch: Sport? Filme? Serien? Molekularbiologie?

Da muss ich dann meist passen und kann nur inständig hoffen, dass ein anderes Team-Mitglied schlauer ist als ich (was auch oft genug der Fall ist). Nun bin ich aber beispielsweise recht bewandert, was die Frankfurter Stadtgeschichte und das allgemeine Stadtgeschehen meiner Heimat anbelangt. Doof nur, dass diese Expertise bislang nie gefragt war. Und das hat mich geärgert!

Warum gibt’s eigentlich kein „Frankfurt-PubQuiz“? Diese Frage hab‘ ich mir oft gestellt, wenn ich mal wieder nur noch Achselzucken konnte.

Doch wenn’s was nicht gibt, muss man es eben selbst machen – und so wuchs nach und nach die Idee, einfach selbst ein PubQuiz für echte Stadtkenner zu veranstalten. Und dann hab ich’s einfach in die Hand genommen!

Die lieben Jungs und Mädels von WIR KOMPLIZEN konnte ich schnell für meine Idee gewinnen, und die Frankfurter Stadtevents erklärten sich schnell bereit, den Hauptgewinn zu sponsern. Und auch ein Termin, der war schnell gefunden.

 

Nun fehlt nur noch ihr!

Klar, kein PubQuiz ohne Ratefüchse.

Also sagt euren Freunden Bescheid und meldet euer Team (2-6 Personen) bis zum 3. September 2017 per Mail an matze@mainrausch.de an!

Am 13.September 2017 ab 20 Uhr könnt ihr dann in fünf Fragerunden unter Beweis stellen, dass ihr echte Frankfurt-Experten seid. 

 

Zu gewinnen gibt’s natürlich auch was:

Das glorreiche Gewinner-Team darf sich neben einer gehörigen Portion Ruhm und Anerkennung über einen Gutschein für eine Stadtführung der Frankfurter Stadtevents freuen, bei denen unserer Stadt in einer gänzlich ungewohnten Perspektive neu entdeckt kann.

Das zweite Sieger-Team geht nicht leer aus und darf sich über einen Gutschein im Wert von 35 Euro bei den „WIR KOMPLIZEN“ freuen.

Und auch das dritte Sieger-Team geht nicht leer aus und darf sich über ein Überraschungspaket ausgewählter Biere freuen!

 

Alle weiteren Infos

erfahrt ihr in der zugehörigen Facebook-Veranstaltung:

https://www.facebook.com/events/325718404549634

 

Ich freu‘ mich auf einen spannenden und heiteren Quiz-Abend mit euch! 

 

Stammtisch zum Zweiten: Es wird familiär!

Sechs Wochen sind nunmehr vergangen, seit ich den ersten „Blogger-Stammtisch Frankfurt“ ausrief. Meinem Ruf sind damals immerhin 12 Gleichgesinnte gefolgt – angereist gar aus dem fernen Odenwald!

Einig, das waren sich alle: Geile Sache, schreit nach Wiederholung!

Heimgekehrt bin dann auch ich mit der Motivation, einen solchen Blogger-Stammtisch regelmäßig durchzuführen. Und habe in dieser Absicht die Facebook-Gruppe „Blogger-Stammtisch Frankfurt“ ins Leben gerufen.

Noch mal fix in den Kalender geschaut, und den 24. Januar 2017 als Termin für eine zweite Auflage des gemütlichen Get-Togethers und Austauschs auserkoren.

Unter Einsatz sämtlicher meiner Social Media-Kompetenzen gelang es mir dann bis zuletzt, stolze 54 Interessenten für den Abend zu gewinnen.

Aber das muss ja nix heißen. Bei Facebook klickt man schließlich schnell mal auf „Teilnehmen“.

 

Und die Resonanz?

Ich bin also sehr gespannt, als ich mich auf dem Weg mache zu „Wir Komplizen“ im Frankfurter Nordend, wo wir uns bereits das letzte Mal ganz pudelwohl gefühlt hatten. Bestens versorgt vom herzlichen Team mit Käffchen, Craft-Bier und kleinen Futtereien!

Als ich eintreffe,bin ich mal wieder (fast) der Erste.

Doch schnell entdecke ich die blinde Bloggerin Lydia, die ich vom letzten Stammtisch bereits kenne – sie hat es sich bereits mit kalter Cola (ist ja draußen noch nicht kalt genug!) gemütlich gemacht. Und so warten mal gemeinsam, wer da denn noch so kommen mag. Oder auch nicht.

Ob ich wohl diesmal angesagte Beauty- und Lifestyletipps ergattern kann?

 

Alte Gesichter – und ein Neues

Eine halbe Stunde später war unsere Runde dann auch komplett.
Mehrere Absagen erreichten mich auf dem Telefon, nun ja – Facebook ist eben Facebook, und die unwohligen Temperaturen haben wohl ihr Übriges getan.

Was soll’s, dann bleibt’s eben familiär – ist ja schließlich auch nicht schlecht! 

Und ein wenig familiär fühle ich mich tatsächlich, als ich so einige mir vom letzten Stammtisch noch gut bekannte Gesichter in unserer Gruppe begrüßen durfte.

Groß war trotzdem auch meine Frage, Susan aus Darmstadt kennen zu lernen, die den weiten Weg aus Darmstadt auf sich genommen hat und auf ihrem Blog „LabsalLiebe“ über persisches & orientalisches Essen schreibt.

Die wunderbare Anja Zoerner war ebenfalls wieder mit von der Partie, überreichte mir ein Exemplar ihres Buches „Expedition Frankfurt“ und erweckte meinen größten Stolz auf sie.

Der Bornheimer Blogger Otto berichtete von neuen Plänen für seinen „Männer-Blog“ sunbf.de – wen wundert’s, der gute Kerl hat einmal wieder etwas mit ferngesteuerten Drohnen in der Mache. Männer-Spielzeug eben!

Und auch Mike Pale beehrte mich wieder mit einem Besuch, machte neugierig auf die neueste Ausgabe seines „Kreativzirkus“ und erntete Heiterkeit und Staunen, als er von seinem jüngsten Projekt erzählte: Dem Herstellen von Korsagen aus – Achtung! – Vinyl-Schallplatten. Einfälle hat er ja, der gute Kerl!

Mein persönliches Highlight des Abends war dann eine recht ungewöhnliche Demonstration: 

Lydia führte uns eindrucksvoll an ihrem mitgebrachten Notebook vor, wie sie mittels einer speziellen Docking-Station trotz ihrer Blindheit Texte am PC lesen kann. Die Station verwandelt auf dem Bildschirm markierte Texte in sekundenschnelle in eine fühlbare Blindenschrift. Ihre Finger rasen flink über das creepy Gerät, und ich staune darüber, wie sensibel ihre Fingerkuppen doch sein müssen. Wahnsinn, was es doch nicht alles gibt!

 

Mein Fazit?

Einmal wieder hat sich gezeigt, dass Zusagen in Facebook-Veranstaltungen über keine besonders große Aussagekraft verfügen. Trotz eines Vielfachen an Zusagen kamen gegenüber dem ersten Stammtisch dann doch deutlich weniger Blogger, dafür war die Freude umso größer, die Teilnehmer vom letzten Mal wieder zu sehen und sich gegenseitig auf den „Stand der Dinge“ zu bringen.

„Klasse statt Masse“ – so lässt sich dieser Abend wohl am besten zusammenfassen. 

Und Susan aus Darmstadt hat uns allesamt mit ihrem Blog das Wasser im Munde fließen lassen!

Neugierig geworden?

Ihr habt Lust darauf bekommen, euch mit anderen Bloggern und Gleichgesinnten auszutauschen?

Neue Blogs kennen zu lernen – und vor allem die Gesichter, die dahinter stecken? Euer Herzblut mit „Kollegen“ zu teilen?

Dann seid ihr herzlich dazu eingeladen, auch einmal bei einem Blogger-Stammtisch vorbeizuschauen.

 

Dessen Termine findet ihr in der Facebook-Gruppe

Blogger-Stammtisch Frankfurt am Main 

Ich freu‘ mich schon jetzt auf euren Besuch!

Von Kaffee, Bier & Schokokuchen: „Wir Komplizen“ feiert Neueröffnung

Den aufmerksamen Lesern unter euch ist vermutlich nicht vergangen, dass ich in der Vergangenheit öfters und gerne mal über den derzeitigen „Craft Beer“-Hype gewettert habe. Man müsse ja nicht jeden Quatsch mitmachen, so dachte ich – und wieso Craft Beer, wenn Helles, Export & Co. nicht auch so schon munden?

Tut mir leid, diese Meinung muss ich hiermit revidieren! Während meiner jüngsten USA-Reise habe ich die dortige Craft Beer – Szene für mich entdeckt und meine Begeisterung für die Vielfalt und Andersartigkeit dieser Biere wurde entfacht.

Zurück in Frankfurt darf ich mich nun glücklich schätzen, eine der vielversprechendsten Neueröffnungen der Stadt gleich in unmittelbarer Nachbarschaft erleben zu dürfen:

WIR KOMPLIZEN“ möchte das Frankfurter Nordend künftig mit Kaffee und Craft-Bier beglücken und feiert gleich an einem ganzen Wochenende (nämlich vom 4.-6. November) seine Neueröffnung.

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Volles Programm

Freitags sollen die Gäste mit Häppchen und Prosecco in die Egenolffstraße gelockt werden, am Samstag dann gibt’s nachmittags beim Nachbarschafts-Café neben der nötigen Wochenend-Dosis Koffein eine Tombola sowie abends eine Blind-Verkostung „Craftbeer vs. Industriebier“.

Wer ein bisschen zu viel Gefallen an der Verkostung finden sollte, braucht den anschließenden Sonntag nicht zu fürchten:

Dann lädt „WIR SIND KOMPLIZEN“ nämlich zum gemeinschaftlichen Kater-Frühstück.

Kaffee & CraftBeer. Zwei meiner größten Leidenschaften. Kredenzt in meiner unmittelbaren Laufweite. Klar, dass ich mir direkt ein dickes Kreuz im Kalender gemacht habe!

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Ich werde zum Komplizen

Die neue Location im Frankfurter Nordend ist im Hinterhof, dank auffälligem Schild mit Farbverlaufs-Beleuchtung (fancy!) aber gut aufzufinden.

Als ich mit meiner allerliebsten Nachbarin (huhu, Nadja!) eintreffe, sind die Räumlichkeiten recht gut gefüllt. Was direkt auffällt, ist die Weitläufigkeit:

Links ein Raum samt ansehnlichem Tresen, hinter dem sich die Zapfanlage mit stolzen 15 Zapfhähnen präsentiert, aus denen das Craft-Bier strömt. Bisher wohl einmalig in Frankfurt! Schade nur, dass sich aufgrund der grellen Beleuchtung und des Gebots des Nichtrauchens kein gemütliches Kneipen-Gefühl einstellen mag. Unmittelbar rechts schließt sich dann ein joch größerer Raum an, in dem es deutlich sesshafter zugeht: Hier soll bei Kaffee, Kuchen & Spielen insbesondere die Nachbarschaft gepflegt werden.

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Für die lauen Sommernächte existiert eine Hinterhof-Terrasse, auf der ich die Gelegenheit nutze, bei einer Zigarette die drei überaus sympathischen Begründer und Inhaber Anita, Astrid und Steffen kennen zu lernen und ihnen ein paar Fragen zu stellen.

„Wir haben einen Ort erschaffen, an dem Kaffee und gutes Bier zu Komplizen werden!“

Hallo, ihr drei! Schön, euch kennen zu lernen – und herzlich willkommen im Nordend!
Verratet mir doch eben: Euer Konzept in zwei Sätzen?

„Unser Konzept? Ganz einfach: Wir sind ein Ort der Komplizenschaft. Zwischen Kaffee & Bier!“

Klingt ja erstmal recht nett. Aber wie passt das zusammen? 

„Ganz einfach: Die Gemeinsamkeit ist die Liebe, mit der unsere Kaffee-Spezialitäten sowie ausgesuchte Biere hergestellt werden. Dafür haben wir zum Beispiel eigens einen Kaffee ausgewählt, der in Fulda geröstet wird. Außerdem lässt sich viel mehr zusammen genießen, als man gemeinhin denkt: Wir wollen zeigen, dass zum Schokokuchen auch ein frisch gezapftes Bier ganz hervorragend schmecken kann!“

Das werd‘ ich bei Gelegenheit gerne mal probieren! Zum Schluss: Wieso habt ihr ausgerechnet im Nordend eröffnet – seid ihr einfach anderswo nicht fündig geworden, oder verfügt über ein gewisses Faible für dieses vermeintliche Szene-Viertel? 

„Wir haben auch mit anderen Stadtteilen geliebäugelt. Jedoch sind wir hier auf diese Räumlichkeiten gestoßen, welche uns unser Konzept einfach ganz hervorragend umsetzen lassen: Ein Raum, der als Bar fungieren kann – und etwas abgetrennt einen, der ein nachbarschaftliches Café darstellt. Besser hätten wir unser Konzept einfach nirgends umsetzen können! „Komplizen“, das sind übrigens auch wir: Wir kennen uns bereits seit dem Studium und haben bereits gemeinsam eine offene Küche betrieben.“

Dankesehr für das schnelle Interview – und alles Liebe und Gute für euer neues Projekt sowie eure „Komplizenschaft“! Cheers! 


Mein Fazit

Bereits während meines kleinen „Interviews“ meine ich ein Funkeln in den Augen der drei „Komplizen“ zu entdecken, während sie mir von ihrem neuen „Baby“ erzählen.

Und all die Liebe und all das Herzblut, welches Einrichtung und Aufmachung versprühen, vermag ich tatsächlich fast zu spüren.

Auch das Konzept „Craft-Bier trifft auf Kaffee“ gefällt mir auf Anhieb, auch wenn es mir schwierig fällt, die beiden Räumlichkeiten irgendwie einzuordnen. Im Bereich der Theke will kein rechtes „Kneipen-Feeling“ entstehen; hier würde ich mir eine weniger grelle Beleuchtung wünschen. Tja, und an die zahlreichenden herumwuselnden Kinder muss man sich wohl ebenfalls gewöhnen. Innerhalb geschlossener Räumen, in denen Bier gezapft wird, ein ansonsten eher ungewohnter Anblick.

Nach Herzenslust gequalmt werden darf übrigens lediglich draußen auf der Terrasse, was mir angesichts des nahenden Winters ein wenig widerstrebt. Jaja, liebe Nichtraucher, ich weiß schon… 😉

Den Machern meine besten Wünsche!

Ich drücke all meine Daumen dafür, dass sich „Wir Komplizen“ auf Dauer etablieren und halten kann. Im schnelllebigen Umfeld des Frankfurter Nordends herrscht nun wahrlich kein eklatanter Mangel an Cafés und Kneipen, sodass die Konkurrenz zunächst groß erscheint. Dennoch hebt sich das Konzept der „Komplizenschaft“ deutlich vom üblichen Nordend-Allerlei ab und macht einen Besuch in jedem Fall empfehlenswert. Und das nicht nur für Craft-Bier Fans!

Ich persönlich werde auf jeden Fall schon ganz bald mal wieder vorbeischauen.
Schließlich habe ich den Kaffee aus Fulda noch gar nicht probiert – und ob für die Digital Natives unter den Komplizen auch WLAN zur Verfügung steht, konnte ich ebenfalls noch nicht in Erfahrung bringen.