Ausprobiert: Frankfurt fürs Smartphone

Wir alle haben es in Hosen- oder Jackentasche stecken, und wenn wir es einmal zu Hause vergessen haben, dann kehren wir noch einmal um: Keine Frage, ein Alltag ohne Smartphone ist für die meisten von uns längst undenkbar.

Verständlich, dass es uns ein Anliegen ist, unseren treuen Begleiter vor den Begleiterscheinungen häufiger Benutzung wie Schmutz und kleinen Stürzen schützen wollen. Und wo das eigene Modell auch von vielen Anderen aus der Tasche gezückt wird, möchten wir unser Smartphone zumindest ein klein wenig individuell gestalten.

Nun bekommt man als Blogger fast täglich irgendwelche hanebüchene Kooperationsanfragen. Bislang habe ich diese geflissentlich ignoriert: MAINRAUSCH ist mein Herzensprojekt und nicht käuflich. Geld mit Texten verdiene ich an anderer Stelle.

Erstmals in Versuchung gelang ich nun, als mir eine E-Mail von huellegestalten.de ins Postfach flatterte. Schon länger hatte ich überlegt, wie ich mein iPhone etwas aufpeppen könnte. Das Dunkelblau seiner Schutzhülle war zwar recht schön anzuschauen – mehr aber auch nicht. Wie toll, dachte ich mir, wäre es, wenn ich mein Mobiltelefon mit einem meiner liebsten Bilder aus meiner schönen Heimatstadt Frankfurt schmücken könnte?

Neugierig geworden, schaute ich mich auf dem Portal von huellegestalten.de um. Erste Erkenntnis: Der Firmenname ist eine Untertreibung. Neben verschiedenen Varianten von Huellen für wirklich jedes erdenkliche Smartphone-Modell der gängigen Hersteller können beispielsweise auch Laptop-Taschen, Powerbanks und Bluetooth-Lautsprecher nach Belieben gestaltet und gestellt werden. Für mich war klar: Ich würde die Gelegenheit nutzen, und mir eine fesche Hülle schenken lassen. Die Rückseite meines Telefons sollte künftig von meinem heißgeliebten und schmerzlich vermissten Goetheturm geziert werden. Auch eine Powerbank durfte ich mir gestalten – und welches Motiv könnte sich auf einem tragbaren Energie-Lieferanten schon besser machen als das der Alten Oper?

Ganz einfach und intuitiv: Mit ein paar Klicks zum Traum-Motiv

Ich machte mich ans Werk. Der Editor von huellegestalten lässt keine Gestaltungswünsche offen. Einsteiger greifen auf eine der Vorlagen zurück, Kreative laden ihre eigenen Lieblingsbilder hoch, passen sie an das Format des zu gestaltenden Objekts an und vollenden ihr Werk mit einem Schriftzug in einer Schriftart ihrer Wahl. Besonders schön: Die Bedienung des Editors erfolgt intuitiv und weitgehend selbsterklärend, sodass auch Photoshop-Dummies wie ich schnell ein zufriedenes Lächeln im Gesicht sitzen haben.

Easy going: Der Editor glänzt trotz vielfältiger Funktionen durch Schlichtheit

Auch ich war happy, nachdem ich mein Wunschmotiv bearbeitet und angepasst hatte. Es zeigt meine Freundin Sina, wie sie bei einem kleinen Zwischenstopp am Goetheturm den Blick gen Himmel richtet und den ehemals größten Holzturm der Republik bewunderte.

Wer die Wahl hat…

Zum Abschluss droht dann doch kurz die Überforderung:
Welche Art der Hülle darf’s denn sein? Neben einem klassischen Hardcase aus Kunststoff können auch welche aus Holz (!) gefertigt werden, auch rundum bedruckte „Flip Cases“ oder weltmännische Wallet-Case-Hüllen sind lieferbar. Ich dagegen entscheide mich für eine schlanke Silikon-Hülle. Diese kostet mit 12,95 Euro weniger, als es meine schlichte dunkelblaue Massenwaren-Hülle aus dem Elektrofachmarkt tat. Welche Abstriche ich wohl machen müsste?

Bevor ich auf „Bestellen“ klicke, lade ich mir aber noch eine Powerbank in den Warenkorb. Auch diese gestalte ich mit dem praktischen Editor, indem ich ein Motiv der alten Oper darauf packe – in himmelblau. Der Schriftzug eures Lieblingsblog sollte auch die Powerbank perfekt machen.

Nun war ich soweit: Adresse angeben, Zahlungsweise wählen, noch schnell die AGB bestätigt – fertig! Online-Shopping kann so einfach sein…

Endlich: Die Post ist da!

Kaum zwei Tage später erhalte ich die Nachricht, dass meine Bestellung gefertigt ist und sich auf dem Weg zu mir befindet. Wie schnell waren die denn bitte?! Dass das Paket dann doch ein wenig auf sich warten ließ, ist allein der GLS als Transportunternehmen anzukreiden.

Irgendwann habe ich es dann doch dem Paketboten aus der Hand reißen können und gespannt aufgerissen. „In echt“ machten sich meine Motive sogar nochmals besser als virtuell auf dem Bildschirm meines Laptops!

Alte Oper auf der Powerbank, der Goethe-Turm auf dem iPhone: Schaut man gerne an!

Sowohl Handyhülle als auch Powerbank machten einen soliden und wertigen Eindruck. Die Hülle schmiegte sich passgenau an mein Smartphone, das seitdem ein echter Blickfang ist. Die Aussparungen für Tasten und den Lightning-Stecker sind milimetergenau gefertigt. Auch nach einer Woche lassen sich noch keinerlei Abnutzungserscheinungen feststellen, der Goetheturm macht noch immer einen fantastischen Eindruck. Das gilt auch für die Powerbank, auf die ich bereits angesprochen wurde und mein Handy nun auch unterwegs mit Saft versorgt.

Frankfurt für’s Smartphone: Mein Fazit

Noch immer kann ich kaum glauben, dass meine Goetheturm-Handyhülle günstiger ist als eine der langweiligen, unifarbenen aus dem Fachhandel. Insbesondere, weil ich hinsichtlich der Fertigungsqualität keinerlei Unterschiede ausmachen konnte. Auch die Powerbank arbeitet zuverlässig; über meine Motivauswahl bin ich besonders glücklich. Selbst auf der Metalloberfläche macht der Druck einen hochwertigen Eindruck!

Außerdem macht es natürlich Spaß, sich selbst ein wenig kreativ auszutoben und eine Handyhülle zu kreieren, die ein echtes Unikat ist. Vor allem die fairen Artikelpreise lassen eigentlich keinen Grund mehr übrig, um den mobilen Freund noch im Smartphoneanblickseinheitsbrei schwimmen zu lassen.

Einziger Nachteil: Seitdem mein Smartphone zum lokalpatriotischen Blickfang geworden ist, hole ich es nochmals öfter aus der Tasche. Das war’s dann wohl mit den guten Vorsätzen zum neuen Jahr…

 

Überzeugt?

Habt auch ihr Lust darauf bekommen, die Handyhülle eurer Träume selbst zu gestalten? Ein Bild eures Lieblingsortes immer mit euch zu führen, euch als Lokalpatrioten ausweisen? Oder einfach euren Freunden ein fancy Geburtstagsgeschenk machen?

Dann tut es mir gleich und schaut mal rein bei www.huellegestalten.de – ich jedenfalls habe es ganz sicher nicht bereut!

Handyhüllen selbst gestalten
iPhone Hülle selbst gestalten

 

Noch so’n Stadtmagazin? – Blog „frankfurtdubistsowunderbar“ jetzt auch als Print-Ausgabe

„Boah Matze, wie schaffst du es eigentlich, immer so up-to-date zu bleiben im Frankfurter Stadtgeschehen?“

Diese Frage wird mir oft gestellt. Und zugegeben, es ist nicht immer leicht, am Frankfurter Ball zu bleiben.

Da gilt es beispielsweise täglich, den Lokalteil der Frankfurter Rundschau zu studieren, samt Terminübersicht für den jeweiligen Tag. Alle zwei Wochen, da flattert das JOURNAL FRANKFURT in den Briefkasten, informiert über Neuigkeiten aus Gastronomie, Kultur und Nachtleben. Klar, dass auch hier ein (wirklich empfehlenswerter!) Veranstaltungskalender beiliegt. Nebenbei stöbere ich natürlich auch gern in Frankfurter Online-Magazinen und Blogs. Einmal im Monat, da blättere ich auch schon mal in der aktuellen Ausgabe von „FRIZZ Frankfurt“ herum, und schlussendlich entdecke ich ja auch selbst immer wieder unendlich viel Neues, wenn ich mich in der Stadt umhertreibe.

Eigentlich, da fühle ich mich also bestens informiert. Bis mir dann neulich ein Kumpel, wir waren gerade gemütlich am stoffeln, ganz beiläufig erzählte, dass der Blog „frankfurtdubistsowunderbar“ (den ich im Übrigen sehr mag!) nun den Sprung in die Offline-Welt gewagt hat und jüngst eine erste Print-Ausgabe durch die Druckmaschinen gejagt hat.

 

 

„Nee, noch so’n Stadtmagazin? Was soll ich denn bitte noch alles lesen?“

Das war mein erster Gedanke. Aber dennoch hat meine Neugierde wieder einmal gesiegt, und ich hab mir bei Tia Emma eine druckfrische Ausgabe ergattert.
Etwas skeptisch hab ich’s mir also im Café Sugar Mama gemütlich gemacht, um das im eindrucksvollen Zeitungsformat gedruckte Magazin zu begutachten.

Ich meine, sämtliche Cafés, Kneipen und Hotspots der Stadt sind doch mittlerweile derart bei YELP, Tripadvisor & Co. totrezensiert worden, sodass ich selbst oft gar keine Lust habe, den viertausendachthundertzweiundsiebzigsten Artikel über Café, Kneipe oder schöne Fleckchen Frankfurts zu verfassen.

 

Was also sollte mich da schon Neues erwarten?
Ein erster Blick verrät mir jedenfalls:

Der Verleger, das Frankfurter Kreativbüro „esistfreitag“ hat sich bei Layout und Bildauswahl reichlich Mühe gegeben. Für mich als Rundschau-Leser war der Umgang mit den großformatigen Seiten zwar eine kleine Herausforderung, aber meine netten Sitznachbarn haben mir es nicht weiter verübelt, dass meine Lektüre gleich den ganzen Tisch in Anspruch nahm. Außerdem sorgen die große Seiten dafür, dass die Inhalte weder überladen wirken und die Seiten sehr übersichtlich und leicht zu lesen sind.

 

„Wann hast du zum letzten Mal etwas zum ersten Mal erlebt?“ 

Direkt auf der zweiten Seite hat mich das Magazin gepackt.
Fettgedruckt steht dort nämlich genau die Frage, die ich mir selbst immer wieder stelle und die mein Antrieb dafür ist, immer wieder Neues entdecken und erfahren zu wollen. Gespannt blättere ich weiter, entschuldige mich dabei bei meinen Tischnachbarn. Blättern nimmt hier eben Raum in Anspruch.

Frankfurter werden gefragt, welche Farbe die Stadt für sie habe. Was würde ich wohl darauf antworten? Das muss ich noch fertig denken, blättere lieber erstmal weiter.

 

Entdecke einen kleinen Artikel über das alteingesessene Bürstenhaus in der Töngesgasse – hach, dass das außer mir noch jemand kennt! Schön.

Zwei Bewohner der Altstadt werden zu Hause besucht, ihre Wohnung erhält gleich ’ne ganze Doppelseite. Zumindest mein Voyeurismus ist bedient, und ganz ehrlich: Hey, würd‘ nicht jeder gern mal einen Blick in die Wohnung der Nachbarn werfen?Weiter geht’s, ich ärgere mich ein bisschen.

„Die perfekte Woche“ – ein Wochenplan mit Tipps für jeden Wochentag und jede Uhrzeit, ansehnlich aufbereit mit Spalten und roten Balken.

 

 

Warum bin ich da noch nicht selbst drauf gekommen? Die Locations, klar, die kenne ich. Doch mit deren Auswahl, da bin ich d’accord. Sehr hipster-lastig, klar, aber eben der Zielgruppe entsprechend. Lediglich ein einziger Besuch des „Café Sugar Mama“ in der Woche, das scheint mir dann doch ein wenig unangebracht, kann man ruhig öfter hin.

Doch gerade diejenigen, die noch nicht sonderlich bewandert sind in Frankfurt, die haben so eine wirklich praktische Entdecker-Hilfe an der Hand. Genial!

Weiter im Programm, Kunst, Mode, Kultur, mal mehr, mal weniger interessant für mich.

Aber eine große Doppelseite, die packt meine Aufmerksamkeit dann wieder vollends am Schopf: „Am Wasser gebaut“, so die Überschrift. 

Ein großer Main, der sich über beide Seiten erstreckt. Versehen mit 9 Orten zwischen Niederrad und Offenbach, an denen es sich im Sommer ganz wunderbar aushalten lässt. Frankfurt liegt zwar nicht am Meer, aber dennoch kann man hier schließlich jede Menge Spaß am Wasser haben!

Auch diese 9 Orte habe ich allesamt bereits besucht; ich muss nicht überall wieder hin. Das „Oosten“ mag ich gar nicht, dafür freue ich mich aber, dass das „Orange Beach“ als einer meiner liebsten Geheim-Tipps hier Empfehlung findet.

 

 

 

 

Kurz darauf schlage ich die Zeitung dann auch wieder zusammen:
Mehr als zwanzig Seiten umfasst die Erstausgabe nämlich nicht.

„Frankfurt & Du, ihr seid so wunderbar!“, lässt mich die letzte Seite wissen.
Lieben Dank, ich nehm‘ das mal als Kompliment!
Ich vergewissere mich, dass meine Sitznachbarn keine bleibenden Schäden davon getragen habe, und denke nach. Wie ist meine Meinung zu diesen zwanzig Seiten?

 

Gerne noch ’ne Ausgabe!

Mein erster Gedanke, da bin ich ganz ehrlich, war:
„Herrje, braucht Frankfurt wirklich noch ein x-tes Stadtmagazin“?

Nun, nachdem ich mich der ausgiebigen Lektüre gewidmet habe, da kann ich aber sagen:

„frankfurtdubistsowunderbar“ hebt sich dann aber doch deutlich genug und in angenehmer Art und Weise von anderen Formaten ab, um eine Daseinsberechtigung zu erlangen.

Das große Zeitungsformat des Magazins ist zunächst gewöhnungsbedürftig. Doch bieten die großen Seiten eben auch viel Platz für Texte und Bilder, ohne dass diese aneinander gedrängt wirken würden.

Der Preis erscheint mit fünf Euro für zwanzig Seiten natürlich erst mal happig; an der Druckqualität ist dafür aber auch nichts auszusetzen.

All diejenigen, die noch nicht allzu bewandert sind in Frankfurt, die können jedenfalls bedenkenlos zugreifen.

Und auch ich hätte keinesfalls was gegen eine zweite Ausgabe! Dann auch gern ein wenig umfangreicher. Wo ihr eure Ausgabe des Magazins ergattern könnt, das erfahrt ihr übrigens auf www.frankfurtdubistsowunderbar.de !