„Kennste Frankfurt?“ – Ein PubQuiz zum Zweiten

Schon eine Weile ist es her, da saß ich montags – einmal wie so oft – in meiner erlauchten Runde beim „PubQuiz“ im Irish Pub in Sachsenhausen.

Und einmal wieder dachte ich mir: „Hey, das macht schon Spaß – aber wäre ich meinem Team doch nur eine Hilfe!“. Es hat bekanntlich ein jeder so sein Steckenpferd, und meines war und ist eben meine geliebt-gehasste Heimatstadt Frankfurt am Main. Blöde nur, dass kein dementsprechendes PubQuiz in den gängigen Veranstaltungskalendern zu finden war.

 

Es war an der Zeit, diesen Umstand zu ändern.

Ich beschloss also im Sommer letzten Jahres, diese Lücke zu füllen und ein gänzlich neues PubQuiz auf die Beine zu stellen. „Kennste Frankfurt?“ – ein treffender Name war ebenso schnell gefunden wie die großartigen WIR KOMPLIZEN als Location für das Quiz gewonnen werden konnten.

A propos gewinnen: Mit den Frankfurter Stadtevents konnte ich nach einigem Schriftwechsel einen wunderbaren Sponsor für den Hauptgewinn gewinnen. Ein guter Anreiz zur Teilnahme, wie ich fand. Knifflige Fragen hatte ich innerhalb weniger Wochen zuhauf notiert – eine erste Auswahl war schnell getroffen.

Fehlten noch die Teilnehmer. Über die einschlägige Social Media-Kanäle warb ich für mein Unterfangen; und tatsächlich hatten sich für die Premiere „meines“ PubQuiz schlussendlich über 60 Personen in Teams mit einfallsreichen Namen angemeldet. Noch heute erinnere ich mich an die Aufregung, welche ich vor der Moderation des Quiz empfand…

Aller Anfang war schwer…

Und so stand ich nun da, irgendwann im September 2017, vor all den versammelten Ratefüchsen bei den „Komplizen“. Ja, manch Kurzentschlossene mussten aufgrund akuter Überfüllung gar nach Hause geschickt werden. Ein Mikrofon in der Hand, jede Menge Fragen in petto.

Ich hatte nicht bedacht, dass das Mikrofonkabel ein stetiges Präsentsein gegenüber all der Teilnehmer mitunter kompliziert gestalten würden. Ja, ich hatte nicht bedacht, dass die Auswertung der Runde mit den Schätzfragen sooooo lange dauern würde.

Und dennoch: Am Ende des Abends zeigte nicht nur ich mich erleichtert, sondern sich die Teilnehmer gleichsam erfreut. Es dauerte nicht lange, bis mich erste Nachfragen zu einer eventuellen Neuauflage von „Kennste Frankfurt?“ erreicht hatten…

 

Fuck yeah, Runde 2!

Irgendwann in der Vorweihnachtszeit verspürte ich dann große Lust darauf, eine Fortsetzung zu wagen. Ein kurzer Besuch bei den „Komplizen“ erschaffte prompte Erleichterung: Ja klar war man dabei. Auch die Frankfurter Stadtevents stellten sich gern erneut als Sponsor zur Verfügung, ebenso wie der „FilmWerte“-Verlag aus Potsdam. Im Werbung-Machen hatte ich mittlerweile Erfahrung; dass aber nach nur einmaligem Posten der Veranstaltung das Quiz restlos ausgebucht sein sollte – damit hätte ich nicht gerechnet.

Die bisherigen Erkenntnisse von der Premiere nutzte ich dazu, nun einiges besser zu machen: Die Schätzrunde wich einer Musikrunde, ein kabelloses Mikrofon ward mir vergönnt. Spannende Fragen und Bilderrätsel hatte ich derweil schnell gefunden, sodass es nur noch abzuwarten galt. Auf den Tag, an dem ich stolze 15 Teams im Frankfurter Nordend zum heiteren Quiz-Abend begrüßen sollen dürfte.

In der Auswahl ihrer Namen übertrumpften sich die einzelnen Teams einmal wieder gegenseitig: So konkurrierten etwa „Der Unbekannte aus dem Ausland und die aufgeregten“ mit dem Team „Dribbdebach’s Stolz & Vorurteil“ oder den „Oigeplackten“ um den Titel als größter Kenner dieser Stadt.

Ich komme, viele sind schon da 

Am Abend des 20. Februar war dann auch ein großer Teil der Teilnehmer schon anwesend, speiste und trank munter, während ich mein kleines „Büro“ inmitten der Craft-Beer-Kneipe bezog. Es ist auch immer wieder ein merkwürdiges Gefühl: Auf der einen Seite die riesige Freude über all die Menschen, die der Einladung gefolgt sind – auf der anderen der eigene Anspruch, all diesen netten Leuten einen möglichst tollen Abend bescheren zu wollen.

Ich verglich die Teilnehmerliste auf dem Bildschirm meines Laptops mit dem tatsächlichen Belegungsgrad der Tische. Und freue mich riesig, als ich feststelle, dass zwar krankheitsbedingt einige wenige Lücken innerhalb der Teams existieren, aber sämtliche 15 angetreten sind. Ein Blick in die einzelnen Gesichter sorgte prompt für manch freudige Überraschung: Hey, war das nicht der Typ, der mich immer so nett aus dem Fenster meines liebsten Wasserhäuschens, dem „GUDES“ bedient? Er war es.

Trotz aller Freude kommen Zweifel auf. Werden die Fragen, die ich im Gepäck trage, zu leicht oder zu schwierig sein? Und überhaupt unterhaltsam genug? Würde ich den Zeitplan einhalten können? Die Teams vielleicht gar langweilen?

 

Kurze Straßennamen, besondere Berufe und ein komischer Vogel

Erfahrungsgemäß wusste ich: Es hilft nichts, sich den Kopf zu zerbrechen. Noch ’ne schnelle Zigarette rauchen, Mikro an und loslegen. Dass ich meine Notizen während der Begrüßung verlegt hatte, blieb glücklicherweise unbemerkt.

Weniger unbemerkt dagegen blieben die Mikrofon-Ausfälle, die immer dann einsetzen sollten, wenn Applaus den Verstärker zum Übersteuern bringen sollte und diesen seinen Dienst temporär quittieren ließen.
Man hatte es mir – so hoffe ich – verziehen, sodass die Quizfragen, um die es hier schließlich gehen sollte, dennoch im Vordergrund standen.

Ich hatte wirklich mein Bestes gegeben, hatte wochenlang Fragen gesammelt. Am Ende viele aussortieren müsse, was mir mitunter nicht ganz einfach fiel.

Was war doch gleich der kürzeste Straßenname Frankfurt? Und welche Straße ist mit 8,8 Kilometern eigentlich die längste? Was findet man heute im Gebäude des ehemaligen Volksbildungsheims? Ja, und was lässt man sich eigentlich richten, schaut man beim „Lenz“ im Bahnhofsviertel vorbei?

Nach jeder Runde präsentiere ich den aktuellen Zwischenstand und verrate die korrekten Antworten meiner Fragen. Nur allzu oft muss ich dabei schmunzeln:

Nie hätte ich gedacht, dass nahezu alle Teams den Taufnamen der Mainfähre zwischen Schwanheim und Höchst („Walter Kolb“) im Gedächtnis haben – aber gleich mehrere von ihnen bei der Frage nach René Bennerts Beruf auf, nun ja, „Zuhälter“ tippen.

Humor haben sie ja, „meine Teilnehmer“, René Bennerts wahrer Beruf ist allerdings Bombenentschärfer.

 

Fachwerk? Na, das muss doch Sachsenhausen sein!

Schmunzeln musste ich auch oftmals, während ich die Antworten bei der Bilderrunde auswertete. Den Aufnahmeort von zehn Schwarzweiß-Aufnahmen galt es für die Ratefüchse zu bestimmen. Während die Aufnahme einer Gemüsehandlung in der Münchner Straße recht zielsicher dem Bahnhofsviertel zugeordnet werden konnte, hatte gut die Hälfte der Teams das Fachwerk-Ensemble des Höchster Schlossplatzes spontan in Alt-Sachsenhausen verortet.

Während die Teilnehmer zwischen den Fragerunden durchatmen, klönen und – ganz wichtig! – Bier trinken können, widmete ich mich einer möglichst prompten Auswertung. Nicht immer ganz einfach, jedoch lag ich voll im Zeitplan (da war ich das letzte Mal deutlich schlechter!), als ich die letzte Runde einläuten durfte.

15 Teams machen Pause, der Autor wertet indes aus.

Und diese drehte sich um die Musik, um die aus Frankfurt, um genau zu sein. Zehn Interpreten mit zehn Titeln, und hey – Frankfurt, das muss ich immer wieder zugeben, ist nun leider nicht unbedingt als Musikhauptstadt der Bundesrepublik zu bezeichnen.

Gefunden hatte ich natürlich trotzdem was, „Lieblingsmensch“ von Namika etwa, natürlich was von Moses Pelham, mittlerweile Ehrenbürger dieser Stadt – und ja, auch Zeugs wie „Ich will brennen“ der düsteren Rockband ASP hatte ich ausgegraben.

 

And the winner is…

Und tatsächlich war es ebendiese Musikrunde, die den Ausgang meines PubQuiz bestimmen sollte. Selbst die laut Punktzahl stärksten Team hatten hier deutliche Leistungseinbußen zu verzeichnen, für Spannung bis zuletzt war also gesorgt.

Als ich dann die vier Gewinner-Teams verkünden darf, da freu‘ ich mich. Nun ja, zumindest, nachdem mein Mikrofon wieder funktionieren mag. Alle vier Sieger-Teams scheinen sich zu freuen, auch wenn mir das glorreiche Team von Platz 1 zuraunt, sie hätten insgeheim auf den Gewinn für den zweiten Platz spekuliert.

 

Nun ja, hätten sie halt nicht so schlau sein sollen – ich jedenfalls verabschiede mich von meinem Publikum in der Hoffnung, dass dieser Abend Spaß gemacht hat.
„Und wenn’s euch keinen Spaß gemacht hat“, so sag‘ ich – „so habt ihr vielleicht wenigstens was lernen können“.

Und ja, natürlich konnte auch ich noch etwas lernen – und ich bin mir sicher, dass Ausgabe III von „Kennste Frankfurt?“ noch ein kleines bisschen besser werden wird.
Danke euch allen fürs Dabeisein, ihr wart großartig!

Jagdmaschine: Neulich in der Linie 11…

Dass man zu später Stunde in Frankfurter Nachtbussen zuweilen bemerkenswerte Bekanntschaften machen und unterhaltsame Unterredungen führen kann – darüber hatte ich bereits ausgiebig berichtet. Doch manchmal genügt auch bei Tageslicht der Zustieg in öffentliche Verkehrsmittel der VGF für das Erleben manch skurriler Momente…

 

Ein früher Samstagabend, ich bin mal wieder unterwegs. Zum neuen „YokYok“ in der Fahrgasse, um genau zu sein, nette Menschen, kaltes Bier und so.

Ich steige also in eine Tram der Linie 11, deren Auslastung ist überschaubar. Ich nehme Platz in einer freien Vierergruppe, krame meinen Roman hervor, beginne zu lesen. Die Lesefreuden allerdings halten nicht lange an. Gleich an der nächsten Haltestelle steigt nämlich ein Mann zu, mittelalt, hält kurz Ausschau, und lässt sich dann mitsamt seiner halbgeleerten Flasche Hansa Pils direkt neben mir nieder. Nein, nicht auf irgendeiner der anderen freien Sitzgruppen oder gegenüber mir, nein: Neben mir. Er atmet schwer.

Ich bin irritiert, konnte sowas noch nie verstehen. Auf Kuschelkurs in der Straßenbahn, ganz ohne Not? Gelegentlich schätze ich Distanz. Nun ja, is‘ ja für alle da, so ’ne Straßenbahn, ich widme mich weiter meinem Roman. Für etwa drei Sekunden, denn dann legt der gute Mann links neben mir seinen Zeigefinger auf meine Buchseite, um mitzulesen. Ohweih. Spätestens ein solches Erlebnis löst bei Großstädtern ja ein gewisses Alarmsignal aus, auf Streit aus sind ja schließlich viel zu viele. Ich verhalte mich also still, lasse mich nicht beirren, starre aus dem Fenster und sehe die Mainzer Landstraße an mir vorüberziehen.

Mein Mitreisender zu meiner Linken lässt unbeirrt seinen Zeigefinger über meine Bücherseite gleiten, Zeile für Zeile, er beginnt zu schnaufen. Ob das ein gutes Zeichen ist? Ich bleibe wachsam und erschrecke, als er sich mir zuwendet und sagt:

„Scheiße. Johnny Thunders ist tot. ‚The Heartbreakers‘ – kennste nicht? Der Sänger ist tot, gestorben wegen irgendwas, scheiße!“

Er blickt mich an, meine Reaktion ist gefragt. „Ja“, nicke ich in gespielter Traurigkeit, „erwischt immer die Falschen!“. „Nur die Besten sterben jung!“, er nickt nun auch zustimmend. „Was zur Hölle?“, denke ich mir, schließlich schaut sich Johnny Thunders schon seit den frühen 90ern die Radieschen von unten an.

Ich schaue mir derweil die Seite meines Buches an, immer noch verdeckt von seinem Zeigefinger. So sitzen wir nebeneinander, während ich so tue, als würde ich trotz seiner Pranke in meinem Blickfeld noch lesen können. Bloß keinen Ärger.

„Und das ‚U‘ hat wirklich zugemacht“?

Oha, ein erneuter Versuch der Konversation. Ich will ja höflich sein, deswegen antworte ich irgendwas vonwegen „ja, schade drum, war ’n geiler Laden, aber gibt ja noch das Tanzhaus!“

Damit scheine ich zunächst Irritierung auszulösen. „Tanzhaus?“
„Tanzhaus West!“, kläre ich auf, „Gutleutviertel. So bis Sonntagmorgens bis zehn und so“.  Ich ernte ein erstauntes Gesicht. „Tanzhaus West? Kenn ich gar nicht, hab‘ meine letzten Jahre ja in Mannheim verbracht“.

Ich will mich nicht weiter zu dieser unsympathischen Ansiedlung von Planquadraten äußern und schweige. „Wo issen das?“, ja verdammt, abermals ist meine Interaktion gefragt. „Gutleutviertel“, entgegne ich knapp. „Links oder rechts vom Hauptbahnhof“ – „na links, also westlich“, sag‘ ich, mein Nebenmann schnauft. „Zweitausend Meter?“„Kommt hin!“, sag‘ ich, ja kann denn meine Ziel-Haltestelle wirklich noch so weit entfernt sein?

„Da hab‘ ich mal ’ne richtig geile Frau kennengelernt“, vernehme ich auf meinem linken Ohr. Huch! Eben wart doch noch bestritten, das Tanzhaus West überhaupt zu kennen – wobei, Johnny Thunders ist ja auch schon seit 1991 tot…

 

Die Sache mit den Frauen

„Ist ja auch immer so ’ne Sache mit den Frauen“, sagt mein Tram-Genosse, „och nööö – bitte nicht diese Art der Unterhaltung“, denke ich mir. Ich werde ausführlich darüber aufgeklärt darüber, wie das damals war, im Tanzhaus West, als er bei dieser Frau im Bett lag, nur noch schlafen wollte. An Schlaf jedoch wagte seine Bekanntschaft wohl nicht zu denken, eher an den Beischlaf: „Und dann wollte die halt mehr! Immer diese Fickerei! Also wegen zu wenig ficken, nee, da konnt‘ ich mich noch nie beschweren!“

Ich pruste los, eine Sitzgruppe voll junger Frauen schräg hinter uns tut es uns gleich. „Ja, furchtbar aber auch!“, entgegne ich bestimmt, „da will man(n) einmal seine Ruhe haben – und dann wollen die Frauen immer gleich die ganze Nacht durchvögeln!“. Seine Probleme hätt‘ ich ja wahrlich gerne. Er nickt zustimmend, die Damengruppe hinter uns kichert.

 

Die Jagdmaschine

Ich komme einfach nicht zum lesen. Hoffentlich aber irgendwann mal an. „Du bist ’ne echte Jagdmaschine!“, wird mir von links beschieden, ich schaue irritiert zuerst Hansa-Pils-Flasche, dann meinen Nebenmann an. „Jagdmaschine?“ Ich vermag nicht genau zu sagen, ob ich mich geschmeichelt fühlen soll.

„Ja, ’n echt cooler Kerl!“, sagt mein Sitznachbar und Mitleser, „ja, Frankfurter halt!“, sag‘ ich. Ich ernte ein pilsbehangenes „Genau! Frankfodder!“, die Lage scheint entschärft, „bin übrigens der Roman!“. Oha. „Yeah Roman, bin der Matze!“, sag‘ ich, während ich mich frage, wie weit es eigentlich noch bis zum Börneplatz ist.

Romans Finger beginnen erneut, über meine Buchseite zu gleiten. Sie stocken beim Namen einer der Romanfiguren. „Meike?!“, liest er verwundert vor, „Mei-ke?!“
„Richtig“, bestätige ich dem Manne, der offensichtlich des Lesens mächtig scheint. „Das hätt‘ ich ja ganz anders geschrieben“, er nimmt noch einen Schluck Bier und schaut mich erwartungsvoll an. „Nun ja“, entgegne ich, „kann man natürlich auch mit ‚A‘ schreiben!“: „Neeeee, neeee!“, protestiert’s zu meiner Linken. „Mit ‚IH-KAH-EH'“ !

Ich patsche mir imaginär mit meiner Hand gegen die Stirn. „Ja, könnte man machen – dann wäre Meike aber ein Mike und somit ein Mann!“. Meine Reisebekanntschaft macht ein ernstes Gesicht, nickt und denkt nach. „Achso“, sagt er irgendwann.

 

Eine Mutti-Bewegung für Frankfurt

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt mir allerdings nicht. Kurz darauf entdeckt der Kerl nämlich das schöne Lesezeichen, das in meinem Buch steckt. Ungefragt zieht er es hinaus, hält es sich vors Gesicht. „Boah!“, sagt er, „das ist aber schön!“. Wo ich das denn her habe?

Ich stimme zu, jaja, wunderschönes Lesezeichen. „Hat mir meine Mum geschenkt“, verrate ich. „Du hast eine tolle Mutter!“, sagt’s, kann ich nur zustimmen. Der Begriff „Mutter“ löst nun offensichtlich einige Assoziationen in seinem Kopf aus.

Wir erreichen gerade das Bahnhofsviertel, „nächster Halt: Münchner-/Weserstraße“, ertönt kratzig die unfreiwillig komische Computerstimme aus den Lautsprechern über uns. „Ich wollte ja eigentlich nicht über Politik reden…“, beginnt der Mann, immer noch nachhaltig beeindruckt von meinem Lesezeichen. Ich stöhne auf. Bleibt mir denn wirklich nichts erspart?

„Aber die Merkel, gell – die braucht doch echt keine Mensch!“

Hätt‘ ich nun auch ein Bier in meiner Hand – darauf würd‘ ich glatt mit ihm anstoßen.
„Und weißte was?“, gehen die Ausführungen weiter, ich zucke die Achseln. „Hmm?“

„Schau‘ dir mal die Gegend an hier, nur komische Leute im Bahnhofsviertel. Weißte, was Frankfurt bräuchte? ‚Ne richtige Bewegung, quasi die Frankfurter Mutti-Bewegung! Dann würd’s hier mal wieder bergaufgehen!“ Ääääh ja, ich stimme aus purer Ratlosigkeit zu, so ’ne Frankfurter Mutti-Bewegung, da hätt‘ ich auch nix gegen.

Ein schneller Blick aus dem Fenster, die Paulskirche zieht vorbei. Gott sei Dank, mein Ziel ist gleich erreicht. Bevor ich mich erhebe, hau‘ ich meinem Nebenan zum Abschied auf die Schultern. „War nett mit dir“, sag‘ ich „ich muss nun raus – wir sehn uns dann demnächst im Tanzhaus?“. 

„Yeah, Techno, na klar, Tanzhaus, aber sowas von! Ich vergess‘ aber immer wo das ist, muss ich da links oder rechts vom Hbf aus laufen?“ 

„Links“, antworte ich, kurz bevor ich durch die Türen der Straßenbahn hinaus auf das Pflaster des Börneplatz gleite. Ein tiefer Atemzug, endlich Frischluft, ich schüttele den Kopf. Der trotz geringfügigem Dachschaden grundsympathische Kerl hebt hinter der Scheibe seine Bierflasche zum Gruße, die Tram zieht an mir vorbei gen Osten.

Und als auch ich wenig später im neuen „YokYok“ an meinem Bier nippe, bahnt sich ein lautes lachen den weg aus meiner kehle. Einmal wieder stelle ich fest: In den Verkehrsmitteln der VGF, da kann man wirklich immer was erleben. Mein Monatsticket, das hat sich jedenfalls schon jetzt wieder rentiert. ich alte jagdmaschine….
Habt auch ihr schon denkwürdige bekanntschaften in Bus, Bahn oder tram machen können? erzählt mir gern davon!

Eine Bootsfahrt, die ist lustig… von Frankfurt aus in alle Welt! Oder zumindest nach Aschaffenburg.

Denkt man an Frankfurts Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt und internationale Drehscheibe, dann kommt einem vermutlich zuerst der Flughafen in den Sinn.

Über 600 Flüge am Tag verbinden von hier aus unsere Stadt mit der ganzen Welt, was unseren Airport zum größten und wichtigsten der Republik werden lässt.

Vielleicht denkt man auch an unseren Hauptbahnhof, der seit seiner Eröffnung im Jahre 1888 schnell zum wichtigsten Eisenbahnknotenpunkt des Landes wurde. Heute sorgen über 340 Züge des Fernverkehrs, 290 Züge des Nahverkehrs sowie über 1.000 S-Bahn-Halte am Tag dafür, dass Reisende vom wichtigsten Eisenbahnknoten Deutschlands aus schnell und bequem mit der Bahn durchs ganze Land verreisen können. Auch Metropolen im benachbarten Ausland werden von hier aus angefahren; sogar nach Marseille existiert eine tägliche Direktverbindung!

Vielleicht, da denkt man auch noch an all die Menschenmassen an der Konstablerwache, die sich – insbesondere zur „Rush Hour“ – von den unterirdischen Bahnsteigen aus ihren Weg durch die heruntergekommene B-Ebene bahnen, dabei Rolltreppen verstopfen. An all die Straßenbahnen und Busse, die sie besteigen, sobald das Tageslicht erreicht ist.

Frankfurt ist eben immer in Bewegung. Ob Flugzeug, Bahn, Tram oder Bus: Zahlreiche Verkehrsmittel sorgen zu jeder Tag- und Nachtzeit dafür, dass man Frankfurt schnell verlassen kann. Zu Lande und in der Luft. 

Ebenso schnell lässt es sich freilich auch wieder ankommen in Frankfurt: Und macht das Ankommen hier nicht ohnehin am meisten Freude? 

Eher selten jedoch denkt man an die Schiffe, mit denen es sich auch zu Wasser von Frankfurt aus ganz hervorragend verreisen lässt!

Auch ich habe den Schiffverkehr der Stadt lange Zeit vollkommen ausgeblendet. Klar, ich hab‘ mich immer sehr des Anblicks erfreut, wenn mal wieder weißes Schiff den Main entlang schipperte. Ich hab‘ mich gefreut, wenn die Fahrgäste an Deck den am Mainufer flanierenden Menschen zugewunken haben. Erhob eifrig beide Hände, um die Grüße zu erwidern.

Nie jedoch habe ich mich gefragt, was wohl die Ziele von den weißen Riesen und ihren Schiffsreisenden sein mögen. Dies änderte sich erst, als ich eines Tages beim Joggen am Mainufer meinen Blick über die Schiffsanleger am Dom streifen ließ.

„Köln-Düsseldorfer“ und „Primus Linie“: Sollte Frankfurt etwa auch Bedeutung für den internationalen Personenschiffsverkehr haben?

Ich kam nicht umhin, ein wenig Online-Recherche zu betreiben.

Zugegeben, es gibt bedeutendere Seehäfen als Frankfurt mit seinen kleinen Anlegestellen am Main. Auf das Einlaufen eines Kreuzfahrschiffes wird man hier vergeblich warten, vom Main aus in die Karibik reisen sollte man dann doch besser vom Flughafen aus.

Dennoch, ich war erstaunt, dass von den Anlegestellen am Römer aus tatsächlich ein planmäßiger Schiffsverkehr stattfindet.

Da das Schiff als Verkehrsmittel zwischenzeitlich leider ein wenig aus der Mode gekommen ist, werden von hier aus zwar überwiegend touristische Ziele angesteuert: Davon aber doch erstaunlich viele!

Sowohl Köln-Düsseldorfer sowie die Primus-Linie bieten planmäßige Linienfahrten an. Ob mainabwärts nach Heidelberg oder Aschaffenburg, mainaufwärts bis nach Rüdesheim zum Spazieren auf der Drosselgasse, am Rhein entlang bis zum deutschen Eck nach Koblenz oder sogar auf ein Kölsch bis Köln. Wird ein Umstieg in Kauf genommen, kann sogar die Mosel auf dem Seewege erreicht werden! Seefahrerherz, was willst du mehr? 

 

Ticket kaufen, Leinen los!

Klar, dass meine Schiffs-Reiselust geweckt war. ‚Ne steife Brise auf dem Main, mit dem Schiff nach irgendwohin, statt auf den Main mal vom Fluss aus auf die Ufer schauen. Das musste ausprobiert werden!

Ich entschied mich für eine Fahrt vom fernen Aschaffenburg nach Frankfurt.
Klar, dass mein Freund Michael nicht fehlen durfte! Die Tickets waren schnell gekauft, und nur wenige Tage später steigen wir am Frankfurter Südbahnhof die Regional-Bimmelbahn, welche uns in einer knappen Stunde in die fränkische Kleinstadt bringen sollte. Noch können wir kaum glauben, dass die Rückfahrt nach Frankfurt mit dem Schiff geschlagene 4,5 Stunden brauchen solle!

Erst einmal freuen wir uns aber darüber, genügend Zeit zu haben, um Aschaffenburg ein wenig zu erkunden. Ob die Kleinstadt wohl noch mehr zu bieten hat als Bier von „Schlappeseppel“ und eine Namen, der sich für eine Vielzahl von Wortspielen missbrauchen lässt?

Sollte man Gott tatsächlich für Alles danken, sogar für ein Unterfranken? 

Als wir bayrischen Boden betreten und den Bahnhof verlassen, sind wir gespannt…

 

Metzgereien! Überall Metzgereien!

Nachdem wir ein wenig durch die angenehm fußläufige Altstadt gestreift sind, da ist uns vor allem eines aufgefallen: Gefühlt jedes zweite Geschäft scheint hier ein Metzger zu sein. Die Aschaffenburger scheinen wohl über eine derart große Gelüste nach toten Tieren zu verspüren, dass diese anderweitig nicht gestillt werden können als durch eine omnipräsente fleischverarbeitende Infrastruktur.

Nun ja, was in Frankfurt wohl unverzüglich ethisch-moralische Aufstände und eingeworfene Schaufensterscheiben zur Folge hätte, scheint hier ganz selbstverständlich zum Straßenbild zu gehören. Dass wir – konsequent, wie die Unterfranken diesbezüglich zu sein scheinen – keinen einzigen Bio-Supermarkt entdecken können, ist für uns zwei Frankfurter eine willkommene Abwechslung.

Zurück zum Thema, dieser Beitrag will euch schließlich von einem Ausflug mit dem Schiff berichten und nicht zum touristischen Leitpfaden für Aschaffenburg ausarten.

Innerhalb vier Stunden können wir uns schlussendlich dann doch noch davon überzeugen, dass Aschaffenburg noch viel mehr zu bieten hat, als Leberkäsebrötchen (die hier allerdings „Weck“ heißen) und einen recht funktionellen Hauptbahnhof.

So fanden wir inmitten einer wunderschönen Grünanlage die Kirchruine vor, welche einen märchenhaften Anblick bot.Schallplattenläden wie aus Oma’s Zeiten ließen insbesondere mein Herz höher schlagen, während mein Freund Michael große Begeisterung für die wirklich schmucke Stiftsbasilika hegen konnte. Die Innenstadt ist recht schnucklig und wirkt insgesamt gleich viel weniger hektisch als ihr nervzehrendes Pedant in Frankfurt: Hach, schön, so ein Kurzurlaub!

Ein imposantes Schloss am Mainufer haben wir genauso vorfinden können wie ein süßes Café, sodass wir mit adäquatem Koffein-Pegel pünktlich an der Anlegestelle eintreffen.

Und nun lass‘ ich einfach noch ein paar Bilder sprechen… 

 

Unterwegs an Bord der „Nautilus“

Ebenso pünktlich legt dann auch die „Natulis“ ab, nimmt ihre Fahrt mainaufwärts auf. Entsprechend Saison, Wochentag & Wetter ist nicht viel los an Bord, was uns sehr gelegen kommt. Wir schauen uns ein wenig auf den beiden Decks um: Erstaunlich, wie viel Platz hier drinnen ist! Hätte ich – als ich das Schiff von Land aus betrachtete – gar nicht gedacht.

Aber einmal drin, da stell‘ ich fest: Hier könnte man ganze Parties feiern!

 

Ein letzter Blick zurück auf das große Schloss – hoffentlich werd‘ ich nicht seekrank! 

Da es nicht regnet, beschließen wir, auf dem Oberdeck Platz zu nehmen. Von dort aus hat man nämlich den besten Rundum-Blick und kann publikumswirksam den Landratten an den Ufern zuwinken. Und tatsächlich, immer wieder entdecke ich links und rechts des Mains Angler, Familien beim Picknick und sogar unerschrockene Badende.

Für echten Nervenkitzel an Deck sorgen dagegen die beim Unterfahren nur wenige handbreit über unseren Köpfen hinwegziehen. Tod auf dem Main durch „Kopf ab“? Ich hab‘ ja schon ein wenig Angst. Immerhin den Tod durch Ertrinken muss ich nicht fürchten, schließlich entdecke ich zwei große Kisten mit insgesamt 600 Schwimmwesten an Deck. Ich bin beruhigt, vorerst jedenfalls. Lasse wieder das Mainufer an mir vorbeiziehen, das hier so viel wilder scheint als in heimischen Gefilden.

 

Hoch und Runter: Die Sache mit den Schleusen.

Es dauert nicht lange, und unsere Fahrt verlangsamt sich. Der Grund, der ist schnell ausgemacht: Eine Schleuse liegt vor uns, die der Kapitän gekonnt ansteuert. So langsam dämmert uns, wieso die Fahrt nach Frankfurt stolze viereinhalb Stunden dauern soll: So ’ne Schleuse, das geht nicht schwuppdiwupps, das dauert. Und bis Frankfurt, so ahnen wir, sollte dies nicht die letzte Schleuse sein.

Gemütlich senkt sich das Schiff Zentimeter um Zentimeter, bis sich dann endlich die Schleusentüre öffnet und die „Nautilus“ wieder mit dröhnendem Motor Kurs gen Frankfurt nehmen kann.

Ich schau‘ derweil mal weiter links und rechts, lasse mir den Fahrtwind ins Gesicht wehen, bis dann eine blecherne Lautsprecherstimme ertönt:

„Wir erreichen in Kürze unsere nächste Anlegestelle: Seligenstadt!“ 

Wie schön, hierher bin ich doch neulich erst mit dem Fahrrad gefahren. Nett, die Stadt einmal vom Main aus anschauen zu dürfen. Ich winke den Rentnern, die zusteigen (wir dürften mit Abstand die Jüngsten an Bord sein), bevor es weiter geht gen Frankfurt.

 

Der Weg ist das Ziel!

Wir legen wieder ab, das nunmehr bekannte Brummen des Schiffsdiesels ist wieder zu vernehmen. Michael sitzt mir gegenüber und liest ein Buch, ich beschließe, es ihm gleich zu tun. Das Kraftwerk „Staudinger“ zieht auf Höhe Großkrotzenburg vorbei. Hin und wieder ein Blick über die Reling, ich entdecke Camper, Seitenarme, Wälder, kleine, namenlose Dörfer. Wie ruhig der Main doch hier ist. 

Wieder einmal verlangsamt sich die Fahrt, die nächste Schleuse naht. Es sollten auf dem Weg bis Frankfurt insgesamt fünf davon zu passieren mal, fünf mal „Rauf und Runter“, fünf mal nur noch horizontale Fortbewegung.

„Eigentlich sind wir ziemlich blöde“, sag‘ ich zu Micha. „Wir fahren von Aschaffenburg bis Frankfurt mit einem Verkehrsmittel, dessen Durchschnitsgeschwindigkeit wir vermutlich locker zu Fuß übertreffen würden. Ich glaube, wären wir gewandert – wir wären schneller wieder in Frankfurt… 

„DU bist vielleicht blöde!“, sagt der Micha. Wir fahren doch nicht Schiff, um von von A nach B zu kommen. Bei einer Bootstour, da gilt: Der Weg ist das Ziel!

Recht hat er, der Michael. Mir gefällt der Gedanke, einfach mal zu reisen. Nicht weil man reisen muss, nicht weil man sich schnell fortbewegen möchte. Zu Reisen um des Reisens Willen.

Mein kreatives Oberstübchen meldet sich zu Wort, ich packe Notizbuch ein und verabschiede mich auf ein Käffchen ins Unterdeck. Ideen für ein Gedicht wollen schließlich zügig festgehalten werden!

 

 

„Endlich wieder Frankfurter Niveau!“ – zurück im Heimathafen

Nachdem ich mein Werk vollendet habe, kehre ich zurück aufs Oberdeck. Wir passieren gerade die letzte Schleuse auf unserer Fahrt, die „Nautilus“ befindet sich bereits auf Höhe Fechenheim. Als die letzte Schleuse passiert ist, rufen zwei Damen neben uns: „Endlich wieder Frankfodder Niveau! Auf Offenbacher Pegel hätt‘ ich’s net mehr lang ausgehalte!“. „Recht haben Sie!“, rufe ich hinüber. Frankfurter sollten sich schließlich jederzeit solidarisch zeigen und offen zu erkennen geben!

Den Einlauf in den Heimathafen, den will ich freilich nicht verpassen. Ich erwarte keinen Empfang mit militärischen Ehren, aber einen für mich unbekannten Anblick meiner Stadt von der Mitte des Mains aus.

Und dieser raubt mit den Atem. 

Obwohl mittlerweile leichter Regen begonnen hat und uns eine echt steife Brise um die Näschen weht, haben wir ganz vorn auf dem Oberdeck Stellung bezogen. Erhaben nähert sich die Stadt am Horizont. Nachdem wir die Honsellbrücke unterquert haben, da fehlen mir die Worte:

Aus dieser Perspektive hab‘ ich meine Stadt noch nie gesehen. Ehrfürchtig erhebt sich die Skyline vor dem Bug, Passanten winken vom Eisernen Steg herab, während ich ihn vom Schiff aus streicheln könnte.

Dies ist für mich unbestreitbar der schöne Moment unserer Schifffahrt, ach was, des Tages, wenn nicht gar der Woche.

Frankfurt, ich liebe dich. Immer wieder schön, wieder bei dir anzukommen! 

Lust bekommen?

Vielleicht konnte ich ja ein wenig Seefahrer-Stimmung in euch wecken! Es lohnt sich definitiv, auch mal mit dem Schiff von Frankfurt aus zu verreisen. Oder auch auf dem Wasserweg wieder dort anzukommen, das ist nämlich ein ganz besonders schönes Gefühl.

„Reisen um des Reisens Willen“ – das macht man heute ja ohnehin viel zu selten, eine Fahrt mit dem Schiff wirkt da ganz wunderbar entschleunigend.

Natürlich muss es nicht Aschaffenburg sein, die PRIMUS-Line steuert auch zahlreiche andere Ausflugsziele an.

Eine Übersicht zu den einzelnen Routen findet ihr hier! 

 

Zum Abschluss ein Gedicht.

Ach; hatte ich nicht erwähnt, dass ich ein kleines Gedicht geschrieben habe?
Falls ihr neugierig geworden seid: Bitteschön!

 

Von Bayern bis zum Eiser’n Steg
reisen auf dem Wasserweg
„Leinen los!“, heißt es zur Mittagszeit
man schippert los, das Ziel noch weit
Macht sich’s am Oberdeck bequem
der Blick zurück aufs Schloss so schön
die Fahrfreude währt jedoch nicht lange
die Schleuse naht, mir wird ganz bange
Man fühlt das Schiff langsam absinken
Zeit, einen Kaffee zu trinkien
Bis man erreicht das Flussniveau
Nix passiert, man zeigt sich froh
Und weiß sich endlich zu verzücken
an den uferseitigen Eindrücken
ein Kirchturm da, ein Kraftwerk dort
wie hieß doch gleich da dieser Ort?
Man winkt den zahlreichen Flaneuren
und lässt sich zunehmend betören
von dieser Art, langsam zu reisen
geht kurz in sich, kann nur verweisen
Auf das Sprichwort, altbekannt
welch ein Jeder kennt in diesem Land
dank Langsamkeit sieht man so wahrlich viel
denn auf dem Schiff ist noch der Weg das Ziel