Urlaubspanik: Allein ins Ausland.

Kinder, ich hab‘ Angst. Ich fürchte, da was ganz doofes getan zu haben, scheue den Gedanken an den nächsten Dienstag. Schiebe ihn noch mal ganz weit beiseite.

Doch was ist eigentlich passiert?

Ich habe Urlaub und zehn Tage frei.
„Moment mal“, werdet ihr euch nun denken. „Das ist doch allemal ein Grund zur Freude, wieso hat der gute Kerl denn nun Angst?“

Nun, ihr habt ja recht. Vorfreude statt Bammel wäre angebracht, ich hätte allen Grund, mich auf einen Tapetenwechsel freuen. Darauf, ein paar Tage lang die geschundene Großstadtseele baumeln lassen zu können.

Eigentlich.

 

Wer sich auf andere verlässt, der ist verlassen

Die bittere Trefflichkeit dieses Ausspruchs, der glatt von meiner Großmutter stammen könnte, musste ich unlängst am eigenen Leibe spüren.

Mein Kumpel, mit dem ich ein paar entspannte in Mailand und am Gardasee verbringen wollte, hat mir spontan mal eben abgesagt. Und ich stand da.
Alleine, planlos, reichlich spät dran für alternative Bemühungen.

Schnelle Fragerunde im Freundeskreis: Haben nicht frei, müssen brav ins Büro. Ich beneide sie darum. Und auch die Flugpreis-Suche verrät: Die Schnäppchen, die sind längst vergriffen.

Was tun? 10 Tage lang in Winterschlaf verfallen, tagelang in Schockstarre im Café verharen, ganz Wikipedia ausdrucken und lesen?

Auch keine Alternative. Doch eine Möglichkeit, die bliebe mir.
Ein halbwegs finanzierbares Angebot, das war schließlich doch noch zu finden:

Budapest.

Die ungarische Hauptstadt, die steht schon lange auf meiner Bucket List.
Ich klicke ein bisschen durch die Flugzeiten, würde passen. Schaue einfach mal ganz unverbindlich nach Hostels: Uuuh, ebenfalls bezahlbar.

Wär‘ ja ziemlich einfach, Flüge und Unterkunft nun fix zu buchen.

Wenn, ja wenn ich dafür nicht meine Komfortzone verlassen müsste.
Und sich damit die Angst vor dem Unbekannten bemerkbar machen würde.

Alleine durch Deutschland reisen, alleine Zeit vertreiben: Gar kein Problem für mich. Doch allein ins Ausland? Das hab‘ ich auch mit fast 30 noch nie getan. Und nun könnte ich das ändern.

Ich trinke mir mit zwei Gläsern Wein ein wenig Mut an. Frage eine liebe Freundin, die gerade von ihrem vierwöchigen Roadtrip alleine durch Neuseeland zurückgekehrt ist und mir gestern erst begeistert ihre Erlebnisse berichtet hat.

„Ja klar, mach‘ das, das wird super!“

So ihre eindeutige Empfehlung. Genau diese Art der Motivation  hab‘ ich jetzt gebraucht. Wenn die schon ’nen ganzen Monat lang durch Neuseeland kurvt, dann werd‘ ich vier Tage in Budapest wohl locker überstehen! Soweit die Theorie.

 

Noch ein Schluck Wein.

Ich buche. Geht ja ziemlich einfach heutzutage, ein Klick hier, ein Klick da, fertig ist das Abenteuer.Drucke Bordkarten und Reservierung für mein Zimmer aus.

Am nächsten Tag: Ich kaufe einen Reiseführer. Berichte meinen Eltern von meinem abenteuerlichen Unterfangen.

„Ohjeh… Muss es denn Budapest sein? Osteuropa, das ist doch eine fiese Gegend…“.

Verdammt. Hätte ich meinen lieben Eltern wohl mal lieber nichts erzählen sollen, solche Zweifel und Warnungen kann ich nun gar nicht brauchen.

Aber: Eine Reiserücktrittsversicherung, die hab‘ ich nicht abgeschlossen. Fakten schaffen, das ist immer gut – rede ich mir zumindest ein.

Und so blättere ich in meinem Reiseführer, schaue all die schönen Bilder an.
Empfinde zwar noch keine Freude, doch immerhin mein Interesse an der Perle an der Donau, das ist geweckt.

 

An Herausforderungen, da soll man wachsen

Trotzdem, da frag‘ ich mich: Ist das nicht ein wenig albern, dass ich mit meinen knapp 30 Lenzen nun Panik empfinde wie ein 12-Jähriger vor dem ersten Kuss oder ein Mensch mit Höhenangst auf dem Free Fall Tower?

Könnt ihr mich verstehen – oder meistert ihr Ausflüge ins Ausland ganz alleine ganz souverän? Denkt ihr euch „der arme Kerl, ist der denn des Wahnsinns“ – oder vielleicht sowas wie „höhöhö, mit fast dreißig einen auf bloggenden Weltbürger  machen, aber zu feige für vier Tage Ungarn sein?“

Man sagt ja, an Herausforderungen, da wächst man.
Und ich hoffe mal, ich komm‘ ein wenig größer zurück.+

Und einen lieben Gruß aus Budapest, den schick‘ ich euch.

Ganz versprochen!

Bin ich eigentlich merkwürdig? Warum ich am liebsten allein ins Café gehe.

Manchmal frage ich mich ja, inwieweit ich eigentlich noch ganz normal bin.
Wobei: Normal – was bedeutet das eigentlich?

Wer bestimmt, was „normal“ ist, und:
Ja, wer ist das eigentlich schon?

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Die Idee zu diesem Artikel kam mir, als ich mit meinem guten Freund Michael im Café verabredet war. Ich war mal wieder ein wenig spät dran, und als ich Michael dann – mit schlechtem Gewissen ob meiner Unpünktlichkeit – erspähte, sah ich ihn seelenruhig bereits am Tisch sitzen. Vertieft in sein Buch.

Und wie ich ihn da so sitzen sehe, denke ich mir, dass auch ich genau dieses Bild oft abgebe. Alleine im Café lümmeln, die Tageszeitung vor mir ausgebreitet.
Für mich kann ein Tag kaum wunderbarer beginnen.

Oftmals werde ich aber  immer wieder ungläubig bis verstört angeschaut, wenn ich erzähle, dass ich den ganzen Nachmittag im Café verbracht habe. Oder auch den (Feier-)Abend an der Bar. Und zwar allein.


„Was sollen da die Leute denken?“

 

„Du gehst alleine ins Café?!“ – oftmals ernte ich für mein größtes Hobby nur Unverständnis. Ich wiederum vermag nicht zu begreifen, weshalb so viele Mitmenschen stets darauf bestehen, sich am Eingang des verabredeten Cafés, , dem Eingang der verabredeten Kneipe zu treffen.

Einst habe ich einen guten Freund, mit dem ich ich mich in einer Sachsenhäuser Schankwirtschaft verabredet hatte, fröstelnd vor der Türe der Kneipe vorgefunden. Ein wenig verwundert hatte ich den frierenden Kerl gefragt, warum er bei dieser Schweinekälte denn nicht bereits in die warme Stube hineingegangen sei.

„Ich geh‘ da doch nicht alleine rein, was sollen denn da die Leute denken?“ – so seine Antwort.

Und meine Kinnlade so: Runter. 

Tja, was denken „die Leute“ eigentlich über Menschen wie mich, denen im Kaffeehaus Tageszeitung und Buch als Begleitung vollkommen ausreichen?

Die abends mit Notizblock und einem frisch gezapften Bier ihren Feierabend verbringen? Denken „die Leute“ etwa, solche Menschen seien bemitleidenswerte Kreaturen ohne Freunde?

Soziopathen, komische Käuze, Eigenbrötler?

Nein, sowas möchte ich nicht auf mir sitzen lassen. Möchte mich verteidigen, möchte klarstellen und erläutern. Klar, könnte mir auch egal sein, was „die Leute“ so denken. Ist’s mir dann aber doch nicht ganz. 


Weil, liebe „ich geh‘ doch nicht alleine Kaffee trinken!“ – Fraktion:

Alleine im Café sitzen ist großartig! Auf mein tägliches Ritual könnte ich niemals verzichten, schöner kann ich einen Tag nicht beginnen und nicht enden lassen.

Und warum das so ist, das mag ich euch nun erklären. Auf dass auch ihr euch traut, auf dass auch ihr euch einmal alleine auf den Weg zum nächstbesten der zahlreichen so wunderbaren Cafés dieser Stadt macht.

Warum das einfach unendlich viel Freude bereitet, mag ich euch nun anhand einiger Punkte aufzählen. 

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Weil ich alleine frei bin

Ohne ein Gegenüber, mit dem ich verabredet bin, bin ich frei in dem was ich tue oder lasse. Ich bin nicht dazu verpflichtet, einem anderen Menschen meine Aufmerksamkeit zu schenken. Ich muss nicht fürchten, dass sich eine andere Person von mir vernachlässigt oder nicht ausreichend unterhalten fühlt.

Alleine dagegen kann ich in Ruhe meine Tageszeitung lesen. Kann dabei ganz unverschämt Kopfhörer tragen, um meine Lieblingsmusik zu genießen.Kann mich gänzlich isolieren von der Außenwelt. Kann vor die Türe schreiten, um zu rauchen. Wann ich will, so oft ich will.

Ich kann den Blick von meiner Zeitung heben, kann den fremden Tischnachbarn auf die Nachrichten des Tages ansprechen. Mich mit ihm austauschen – sofern mir danach ist. Ich kann in Ruhe meinen Tag planen, kann die Einrichtung des Cafés intensiv studieren.

Kann den Inhaber darauf ansprechen, kann es aber auch bleiben lassen. Ich kann nach einer halben Stunde zahlen und weiterziehen, ohne unfreundlich zu wirken. Oder einfach stundenlang verweilen, ohne jemanden zu langweilen.

Und ja, man kommt so unendlich leicht ins Gespräch mit fremden Sitznachbarn. . Wirklich. Doch dazu mehr später – vorerst halte ich fest:

Alleine im Café bin ich mein eigener Herr, bin nicht alleine, wenn ich nicht will. Und dennoch gänzlich ungestört, wenn ich es sein mag.

Ich bin einfach gänzlich frei.

 

Weil People-Watching so unendlich aufschlussreich ist

Wisst ihr eigentlich, wie spannend es sein kann, nichts weiter zu tun als fremde Menschen zu beobachten? Ihre Kleidung zu betrachten? Ihnen zuzuschauen bei dem, was sie so tun? Oft überlege ich mir, welchen Job sie ausüben könnten.

Und wenn meine Neugier über mich siegt, dann spreche ich sie gern darauf an.

Natürlich kann man auch ganz hervorragend fremde Gespräche belauschen, was durchaus erheiternd wie lehrreich sein kann. Und häufig auch überaus unterhaltend wie amüsant!

Der gemeine Betrachter kann durch sein Beobachten unendlich viel über das (zwischen-)menschliche Verhalten lernen. Wie ein offensichtliches Tinder-Date nach dem dritten Glas Wein nach einem anfangs drögen Gespräch doch noch seine Vorliebe füreinander entdeckt. Wie ein offensichtlich Berlin-Mitte entflohener Hipster hochkonzentriert vor dem MacBook sitzt und stundenlang in die Tasten hämmert, während er an seinem vierten ColdBrew-Kaffee schlürft.

Wie gegenüber eine junge Frau verzweifelt versucht, einzuparken – und sich nach dem vierten Anlauf von einem zufällig vorbeilaufenden Passanten helfen lässt. Und sich mit hochrotem Kopf dafür bedankt.

Wie vier hochgradig wichtig wirkende Männer im Anzug über Börsenkurse diskutieren, während am Nachbartisch drei Pubertierende ihre prall gefüllten Primark-Tüten abstellen. Sich gegenseitig davon erzählen, mit welchen heißen Billig-Fummeln sie Freitagabend den Kevin aus der Neunten zu beeindrucken gedenken.

Hätte ich im Beisein einer Begleitung Zeit, meine Umwelt derart zu beobachten?
Wohl eher nicht.

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Weil es so spannend ist, einfach abzuwarten – und man dabei wertvolle Bekanntschaften macht.

Kleines Gedanken-Experiment:

Welchen Menschen könnte ich begegnen, genösse ich Lektüre und Kaffee auf meinem Sofa? Bestenfalls dem Mitbewohner, regelmäßig auch dem Paketboten, seltener dem Ableser für Heizung, Gas, Wasser, Schei… ach, nee, die wird ja gar nicht abgelesen (ein Glück!).

Über Besuch pflege ich mich zu freuen, aber auch dieser ist mir in der Regel bereits bekannt.

Ganz anders gestaltet sich all dies jedoch im öffentlichen Raum von Café und Kneipe: Ist es nicht einfach eine unendlich schöne Vorstellung, sich alleine niederzulassen und nicht zu wissen, welchen Menschen man innerhalb der nächsten Stunde(n) begegnen wird? Ist es nicht aufregend, jeden Tag aufs Neue Gespräche führen zu können, die niemals absehbar waren und deswegen so ganz besonders wertvoll sind?

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Ja, mit Fremden ins Gespräch zu kommen erfordert Mut. Und doch ist es so einfach, geschieht quasi zwangsläufig – und stärkt obendrein das Selbstbewusstsein.

Ich bin dankbar um jede einzelne Bekanntschaft, um jeden einzelnen Menschen, den ich auch nur für einige Minuten lang kennen lernen durfte.

Die junge Frau, die ich auf ihr Tattoo ansprach – und die mir daraufhin die letzte, zündende Idee für mein lang ersehntes, neuestes Kunstwerk unter meiner Haut lieferte.

Der junge Student, der – einige Jahre nach mir – in meiner Heimatstadt geboren wurde. Die ältere Dame, welche mir so viel Aufschlussreiches über das frühere Leben in Frankfurt berichten konnte, der Herr, der ambitionierte Anzug-Träger, welcher sich seine Zukunft hier am Main erhofft. Die junge Ostdeutsche, die Wahl hatte zwischen Wartebereich eines Arbeitsamtes in der Niederlausitz oder einem Job in Frankfurt. Die Künstlerin im Bahnhofsviertel, die so lebensfrohe Dame aus dem Café, welche zwar überaus vergesslich ist, aber meine Vorliebe für die Frankfurter Rundschau teilt. Die Blogger-Kollegin, welche ich aufgrund ihres „WordPress für Dummies“ – Buches angesprochen hatte. Meine liebste Nachbarin, deren Bekanntschaft ich einst schloss, als ich mich nach Feierabend mitsamt meines Buches unter dem Sternenhimmel einer Sommernacht im Biergarten des „Feinstaub“ niederließ.

Um jede Einzelne dieser Begegnungen bin ich dankbar, keine einzelne davon möchte ich missen. Ist man verabredet, so ist die eigene Aufmerksamkeit dann doch dem Gegenüber geschuldet – alleine jedoch bin ich offen für all meine Mitmenschen, welche auch immer in meiner Nähe Platz nehmen werden.

Und genau deswegen liebe ich es, einfach Platz zu nehmen, zu genießen und abzuwarten. Auf Das- und Denjenigen, was und wer auch immer kommen mag.

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Weil ich mich hier am besten konzentrieren kann

Ich lese bekanntlich viel und gerne. Und ebenso gerne verfasse ich selbst Texte, bearbeite die Ausbeute meiner fotografischen Streifzüge durch die Stadt.

Nur: All das fällt mir in den heimischen vier Wänden schwer. Zu schnell bin ich dort abgelenkt, zu verlockend sind andere Beschäftigungen.

Hier das Regal, das noch schnell abgestaubt werden könnte, hier der Teller, der noch weggeräumt werden müsste – und, ach ja, wenn ich doch eh noch mal in die Küche gehe, dann kann ich ja direkt noch eine Maschine Wäsche anstellen. Ist ja auch längst überfällig. Irgendwo beneide ich ja Menschen, die einfach stundenlang zu Hause auf dem Sofa liegen können. Dabei ein Buch lesen, einen Film anschauen, ihr neues Projekt fertigstellen.

All dies gelingt mir jedoch am besten in einer ruhigen Ecke im Café oder im schummrigen Licht an einer Bar. Hier gibt es für mich sonst nichts weiter zu tun, hier kann ich jederzeit um Meinungen bitten, kann Pausen machen und kurz mit den Sitznachbarn plauschen, wenn es mir beliebt. Fast überall in der Stadt sind mittlerweile offene WLAN-Netzwerke verfügbar, sodass mir die gesamte Welt offen steht, wenn ich meinen Klapprechner in meine Tasche packe. Oder einfach das Buch, auf dessen Erscheinung ich doch schon so lange gewartet habe.

Und der schönste Moment des Tages ist doch sowie derjenige, in dem sich der stechende Geruch der Druckerschwärze einer frisch gedruckten Zeitungen mit dem herrlichen Aroma einer dampfenden Tasse Kaffee vermengt.

Ja, dafür bezahle ich auch gerne Geld. Zu Hause ist’s umsonst, auswärts ist es lebenswert. Finde ich. Ist das jetzt unnormal?

 

Traut euch!

Auch abschließend vermag ich nicht zu sagen, ob ich nicht doch ein „schräger Vogel“ bin und vielleicht diesbezüglich psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen sollte.

Aber: Wenn ich tief in mich gehe, dann bin ich unendlich dankbar für all die wunderbaren und nicht vorhersehbaren Begegnungen und Momente, welche mir meine Allein-Besuche der Cafés  in dieser Stadt beschert haben.

 

Liebe Leute, die ihr dies nicht zu tun pflegt: 

Mag sein, dass ihr besser darin seid, zu Hause auf dem Sofa konzentriert eure Serie zu verfolgen. Darauf gern auch mal ein Buch lest, weil’s „zu Hause doch am schönsten ist“. Es genießen könnt, es euch bequem zu machen mit einem Kaffee aus der heimischen Maschine, während ich für eine einzelne Tasse dafür gern auch mal nur für mich so viel bezahle, wie ihr für ein ganzes Pfund.

Doch: Dieses Geld ist gut investiert.  „Auswärts“ alleine sein ist schön, ganz ohne Verpflichtungen, und doch voller Überraschungen.

Dennoch bleibt dieses Gefühl in mir. Dieses Gefühl, welches mir sagt, dass es nicht „ganz normal“ ist, was ich so gern tue. Doch immer dann, wenn ich meinen Blick streifen lasse – und andere entdecke, die es sich mit Buch, Zeitung oder Notebook bequem gemacht haben und ein Getränk ihrer Wahl genießen –  dann weiß ich, dass ich nicht alleine bin.

Und dass es sich – vorausgesetzt, mir steht der Sinn danach – lohnt, mutig zu sein, ein Gespräch zu beginnen. Mal schauen, welch Mensch hier gerade neben mir sitzt.


Die nächste spannende Begegnung, das nächste wertvolle Gespräche lauert schließlich an jeder Ecke. Darauf noch ’nen großen Café Creme mit Sojamilch. Ach ja, und ein Glas Leitungswasser dazu. Für den Hals.