„Das hier ist öffentliches Rumhängen“: Ich zu Gast im Podcast

Einen eigenen Podcast aufnehmen, das kann mittlerweile jeder mitteilungs- und geltungsbedürftige Vollhorst, sofern er a) irgendeiner Sprache mächtig und b) sich intellektuell annähernd dazu in der Lage befindet, halbwegs unfallfrei in ein Mikrofon zu sprechen.

Herauskommen tut dabei oftmals wirklich dämliches. Manchmal aber auch wahrlich Unterhaltsames, mit Glück Interessantes, Spannendes oder zum nachdenken Anregendes.

Nun begab es sich vor einiger Zeit, dass ich auf dem Frankfurter Blogger-Stammtisch einem jungen junggebliebenem Frankfurter begegnete. Netter Kerl, muss ich ja sagen! Was er beruflich so macht, das hab‘ ich heute nicht ganz genau verstanden, jedenfalls aber macht er gemeinsam mit Kumpel Farid einen Podcast mit dem grandiosen Namen „Intellektuelle Privatinsolvenz“.

Das Konzept des Podcasts ist schnell erklärt: Es gibt keines. 

Die beiden treffen sich, positionieren sich vor ihren Mikrofonen – und quatschen einfach mal frei Schnauze und herzlich planlos drauflos. Nachdem ich einigen Folgen des Podcasts gelauscht hatte, stellte ich aber schnell fest: Hey, das kann tatsächlich ziemlich unterhaltsam sein.

Nun bin ich gemeinhin ein echter Fan von Vorbereitung und Konzepten. Auch bin ich wohl ein talentierterer Schreiberling denn Redner. Trotzdem konnte ich das Angebot nicht ausschlagen, einmal als Gast im Podcast mit dabei zu sein. Zu groß war meine Neugierde – tja, und ehe ich mich versah, waren die beiden bei mir zu Gast, damit ich ihr Gast sein konnte. Oder so ähnlich.

 

“Wenn wir jetzt einfach zwei Stunden nichts sagen, ist das auch voll okay!“

Was passiert also eigentlich, wenn man drei mäßig begnadete Kerle, die doch eigentlich nichts als endlich berühmt werden wollen, an einen Wohnzimmertisch im Frankfurter Nordend setzt? Sie anderthalb verschwendete Stunden lang vollkommen konzeptbefreit in semi-professionelle Mikrofone sprechen lässt?

Wir haben das Experiment gewagt und einfach mal drauflosgequatscht.

Ob „Reich werden mit der iAA“, Rübenvollernter und sonstige Nutzfahrzeuge oder Scoville-Einheiten: Kein Thema erschien uns zu irrelevant, um nicht ausgiebig diskutiert zu werden.

Auch auf drängende Fragen unserer Zeit wollten wir Antworten finden:

Sollte man im Jahr 2017 noch Zeitung lesen? Darf man den „Weltspiegel“ verpassen, um auf Toilette gehen? Was passiert, wenn der Müllkalender im Amtsblatt nicht beachtet wird? Ist Dill eigentlich ein Gewürz?

All dies galt es zu debattieren.

Herausgekommen bei unserem Experiment sind 70 Minuten zweifelhafter Unterhaltung, während derer wir zwar intellektuelle Privatinsolvenz anmelden,  aber auch Unmengen an Kaffee vernichten konnten.

 

Ihr wollt erfahren, ob  Currywurst vom Foodtruck aus verkauft werden sollte und ob das Rothenburg ob der Tauber das neue Sri Lanka ist? Mal wieder ein paar saftige Kraftausdrücke hören?

 

Dann hört doch mal rein, werdet Fans – und macht die beiden Jungs endlich berühmt und reich!

 

 

 

Den PodCast könnt müsst ihr außerdem auch auf iTunes oder im RSS-Feed abonnieren. Viel Freude euch beim Zuhören!